- Baufeuchte
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Als Baufeuchte bezeichnet man beim Bau in die Bausubstanz eingebrachtes Wasser. Baufeuchte wird in der Bauphase zum Beispiel mit notwendiger nasser Verarbeitung der Baumaterialien oder infolge noch fehlenden Wetterschutzes durch Niederschläge eingebracht.[1] Im Gegensatz zur Baufeuchte steht die Nutzungsfeuchte, die – in der Regel später – durch die Nutzung eingebracht wird. Man kann Baufeuchte teilweise vermeiden durch Wahl trockenerer Baumaterialien und beseitigt sie durch stärkeres Lüften und Heizen oder auch mit speziellen Trocknungsgeräten.[2] Normalerweise ist die Baufeuchte nach etwa zwei Heizperioden weitgehend aus der Bausubstanz ausgetrieben.[3] Bei einem Neubau sind direkt nach der Fertigstellung etwa 90 Liter Wasser pro Quadratmeter Wohnfläche an Neubaufeuchte im Haus.[4] Dadurch hat ein Neubau in der ersten Heizperiode erheblich erhöhten Heizenergiebedarf. Problematisch ist die erhöhte Gefahr für Schimmelwuchs durch das Wasser.
Zur Messung von Baufeuchte stehen unterschiedliche Geräte zur Verfügung. – Es gibt Geräte zur Messung der absoluten oder der relativen Feuchte, Baufeuchtewaagen (Messung eines Gewichtsunterschiedes nach Trocknung), zerstörungsfreie Messgeräte und Geräte mit ins Material einstechbaren Messelektroden.
Siehe auch
Quellen
- ↑ Peter Lutz, Richard Jenisch, Heinz Klopfer, Hanns Freymuth, Krampf, Karl Petzold, Heinz-Martin Fischer: Lehrbuch der Bauphysik. Schall, Wärme, Feuchte, Licht, Brand, Klima. 5 Auflage. B. G. Teubner GmbH, November 2002, ISBN 978-3519450146, 8.4.4 – Abführen der Baufeuchte, S. 467.
- ↑ Peter Rauch: Feuchtigkeit im Mauerwerk. Ingenieurbüro Peter Rauch, 2005, abgerufen am 6. Oktober 2011.
- ↑ http://umweltdatenbank.de/lexikon/baufeuchte.htm
- ↑ Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (Hrsg.): Feuchtigkeit und Schimmelpilz. 5 Auflage. Neubaufeuchte, S. 5 (PDF, 736 KiB, http://verbraucherzentrale-energieberatung.de/web/fileadmin/user_upload/downloads/VZE_Broschuere_Schimmel.pdf).
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