Nachtigallkolibri

Nachtigallkolibri
Nachtigallkolibri
Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Seglervögel (Apodiformes)
Familie: Kolibris (Trochilidae)
Unterfamilie: Eigentliche Kolibris (Trochilinae)
Gattung: Degenflügel (Campylopterus)
Art: Nachtigallkolibri
Wissenschaftlicher Name
Campylopterus curvipennis
Deppe, 1831

Der Nachtigallkolibri oder Blaukron-Degenflügel (Campylopterus curvipennis)[1] ist eine Vogelart aus der Familie der Kolibris (Trochilidae). Die Art hat ein großes Verbreitungsgebiet, das etwa 220.000 Quadratkilometer in den mittelamerikanischen Ländern Mexiko, Belize, Guatemala und Honduras umfasst. Der Bestand wird von der IUCN als „nicht gefährdet“ (least concern) eingestuft.[2]

Inhaltsverzeichnis

Merkmale

Der Nachtigallkolibri eine Körperlänge von etwa 12 bis 13,5 Zentimeter. Die Unterart excellens wird mit 13,5 bis 14 Zentimeter etwas größer. Der gerade Schnabel erreicht etwa die 1,33- bis 1,5-fache Größe des Kopfes. Beim Männchen entspricht das ungefähr 26 bis 31 Millimeter und beim Weibchen 23 bis 28 Millimeter. Männchen und Weibchen unterscheiden sich nur geringfügig. Das Gesicht, die Kehle und das Unterteil sind blassgrau. Um das Auge ist er dunkel mit einem postokularen (hinter dem Auge) Flecken. Der untere Teil der Flügel schimmert leicht zimtfarben. Während die Krone violett bis blauviolett ist, geht die Farbe ab dem Nacken über das Oberteil ins grün bis blaugrün über. Auch der Schwanz ist blaugrün bis grün. Nur die äußeren Steuerfedern weisen hellgraue Sprenkel auf. Beim Weibchen fällt der Schwanz etwas kürzer aus. Die Sprenkel an den äußeren Steuerfedern sind weiß.

Habitat

Der Vogel bewegt vorzugsweise in feuchten bis halbtrockenem immergrünen Zonen, gemischten Wäldern und Waldrändern und Sekundärvegetation mit Blüten. Er bewegt sich in Höhen nahe Meereshöhe bis etwa 1400 Metern.

Verhalten

Man sieht den Vogel oft bei der Futtersuche mit hoher Vegetationsdichte vorzugsweise an Waldrändern oder steilen Abhängen. Der Flug variiert vom Kolibri typischen Schwirrflug bis zu langsamen Flügelschlag, der einem Segler ähnelt. Ohne Scheu nähert er sich auch Menschen. Der Kolibri brütet von März bis Juli. Sein Nest baut er als gut getarnter Kelch auf horizontalen Zweigen. Der Name Nachtigallkolibri kommt vom auffälligen Gesang des Kolibris.

Unterarten

Es ist bisher drei Unterarten des Nachtigallkolibris bekannt.[3]

  • Campylopterus curvipennis curvipennis (Deppe, 1830)
  • Campylopterus curvipennis pampa (Lesson, 1832)
  • Campylopterus curvipennis yucatanensis (Simon, 1921)

Manche Autoren zählen den Langschwanz-Degenflügel (Campylopterus excellens bzw. Campylopterus curvipennis excellens) (Wetmore, 1941) als weitere Unterart dazu.

Die Unterart curvipennis findet man im Südosten des Bundesstaates San Luis Potosí sowie vom Südwesten Tamaulipas bis in den Norden Oaxacas. Nur in der Sierra de los Tuxtlas kommt excellens vor. Das Verbreitungsgebiet von pampa reicht vom Süden der Halbinsel Yucatán über den Norden von Belize und Guatemala bis in den Osten Honduras. Spp. yucatanensis kommt ausschließlich auf der Halbinsel Yucatán vor.[4]

Literatur

  • Sheri Williamson: A Field Guide to Hummingbirds of North America. Houghton Mifflin, Boston 2002, ISBN 978-0618024964, Seite 115 ff.
  • Steve N. G. Howell, Sophie Webb: A Guide to the Birds of Mexico and Northern Central America. Oxford University Press, Oxford 1995, ISBN 978-0198540120, Seite 394 ff.

Einzelnachweise

  1. Eintrag Avibase Nachtigallkolibri
  2. Campylopterus curvipennis in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2009. Eingestellt von: BirdLife International, 2009. Abgerufen am 6. November 2009
  3. ITIS-Report Campylopterus curvipennis (englisch)
  4. Wedge-tailed Sabrewing in der Internet Bird Collection (englisch)

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