Eisenbahnunfall von Schweinsburg-Culten

Eisenbahnunfall von Schweinsburg-Culten

Am 30. Oktober 1972 gegen 7:30 Uhr ereignete sich im Bahnhof Schweinsburg-Culten an der damals noch eingleisigen Strecke von Leipzig nach Werdau ein schwerer Eisenbahnunfall.

In dichtem Nebel hatte der Lokomotivführer des Ext 346 „Karola“ von Leipzig über Bad Brambach nach Karlsbad das Halt zeigende Ausfahrsignal des Bahnhofes übersehen. Deswegen kam es an der Einfahrweiche aus Richtung Werdau zum Zusammenstoß mit dem D 273 von Aue nach Berlin. Der D 273 bestand an diesem Montagmorgen aus zwei fünfteiligen Doppelstockgliederzügen und war mit etwa 1.000 Reisenden besetzt. Der aus Leipzig kommende Ext 346 hatte an diesem Tag zwölf Minuten Verspätung und die sonst auf dem Bahnhof Werdau stattfindende Zugkreuzung war vom zuständigen Dispatcher zum Bahnhof Schweinsburg-Culten verlegt worden.

Bei dem Unglück fanden 22 Personen den Tod, darunter die Lokomotivführer; 70 Reisende wurden verletzt. Die Lok 211 038, der Triebkopf 175 004, die Beiwagen 175 403 und 175 501 sowie zwei Wagen des Doppelstockgliederzuges wurden schwer beschädigt. Die Strecke blieb bis in die Mittagsstunden des 31. Oktober 1972 gesperrt. In den folgenden Jahren wurde der Streckenabschnitt zwischen Crimmitschau und Werdau, in dessen Mitte der Bahnhof Schweinsburg-Culten liegt, zweigleisig ausgebaut. Der Ausbau war am 8. April 1976 vollendet.

Am Unfallort stehen heute zwei gekreuzte Schienenstränge als Denkmal.

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