Jochen Pollex

Jochen Pollex
Basketballspieler
Jochen Pollex
Spielerinformationen
Geburtstag 6. Juni 1947
Geburtsort Wismar, Sowjetische Besatzungszone
Größe 186 cm
Position Shooting Guard
Vereine als Aktiver
0000–1967 TSV Hagen 1860
1967–1969 SSV Hagen
1969–1972 TuS 04 Leverkusen
1972–1976 SSV Hagen
00000000 BG Hagen
Nationalmannschaft1
1969–1975 BR Deutschland 136 Spiele

Joachim „Jochen“ Pollex (* 6. Juni 1947 in Wismar) ist ein ehemaliger deutscher Basketballspieler und Olympiateilnehmer. Er war viermal deutscher Meister und dreimal Deutscher Pokalsieger.

Karriere

Als 1966 die Basketball-Bundesliga in ihre erste Saison ging, war Hagen mit zwei Vereinen vertreten. Jochen Pollex hatte sich mit dem TSV Hagen 1860 als westdeutscher Vizemeister qualifiziert. Doch schon nach einer Saison stiegen die 1860er ab und Pollex wechselte zum Lokalrivalen SSV Hagen. Nah zwei Jahren wechselte er zusammen mit dem jungen Center Norbert Thimm von Hagen nach Leverkusen, wo TuS 04 Leverkusen als Aufsteiger den zweiten Platz in der Nordgruppe der Bundesliga belegt hatte. Mit Pollex und Thimm gelang den Leverkusenern in ihrer zweiten Bundesligasaison das Double aus Meisterschaft und Pokal, wobei Pollex zusammen mit Dieter Kuprella den Spielaufbau übernahm. 1970/71 verteidigte Leverkusen das Double erfolgreich und 1971/72 gelang der dritte Meisterschaftserfolg in Folge. Danach wechselte Jochen Pollex zusammen mit seinem Bruder Günter zurück nach Hagen. In der Saison 1972/73 führten die Hagener zwar nach der Hauptrunde die Tabelle der Nordgruppe an, schieden aber aufgrund des Punkteverhältnisses in der Endrunde aus. Ein Jahr später führten die Westfalen erneut die Nordgruppe an. Im Halbfinale unterlagen sie beim MTV Gießen mit 14 Punkten, entschieden aber das Rückspiel mit 15 Punkten für sich. Im Finale siegten die Hagener in beiden Partien gegen den USC Heidelberg und holten den einzigen Meistertitel in ihrer Vereinsgeschichte. 1974/75 schieden die Hagener zwar in der Endrunde frühzeitig aus, gewannen aber gegen Heidelberg das Pokalfinale. Nach dem Ende seiner Bundesligakarriere war Jochen Pollex Trainer bei BG Hagen, wo er in der Saison 1976/77 den Abstieg aus der 2. Bundesliga dadurch vermied, dass er sich selber als Flügelspieler reaktivierte.

Bei der Qualifikation zur Europameisterschaft 1969, vom damaligen Bundestrainer Dr. Miloslav Kříž in den Kader berufen, war Jochen Pollex bereits in der Deutschen Nationalmannschaft dabei, die deutsche Mannschaft konnte sich aber nicht für die Endrunde qualifizieren. Zwei Jahre später war die Mannschaft der Bundesrepublik Deutschland als Veranstalter der Europameisterschaft 1971 in Essen auch in der Endrunde dabei und belegte den neunten Platz. Im Jahr darauf war Deutschland erneut Gastgeber des Saisonhöhepunktes. Im Aufgebot für die Olympischen Spiele 1972 in München standen mit Dieter Kuprella Jochen Pollex und den beiden Centern Dietrich Keller und Norbert Thimm vier Spieler vom amtierenden deutschen Meister aus Leverkusen, die deutsche Mannschaft belegte den zwölften Platz. Pollex spielte auch noch 1973 und 1975 mit der deutschen Mannschaft um die Qualifikation für die Europameisterschaft, die aber beide Male nicht gelang.

Auch Jochens jüngerer Bruder Günter Pollex war deutscher Nationalspieler und 1974 am Gewinn des Meistertitels beteiligt.

Literatur

  • Nationales Olympisches Komitee für Deutschland: München. Kiel 1972. Die Olympiamannschaft der Bundesrepublik Deutschland. Frankfurt am Main 1972
  • Karsten-Thilo Raab: Hagener Sportchronik. Von 1860 bis 2009 edition Limosa, Clenze 2009 ISBN 978-3-86037-396-5
  • Dino Reisner: 40 Jahre Basketball-Bundesliga. Sutton-Verlag Erfurt 2006 ISBN 978-3-86680-014-4

Weblinks


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