- Teufelstisch (Hinterweidenthal)
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Der Hinterweidenthaler Teufelstisch ist ein markanter, insgesamt 14 Meter hoher Pilzfelsen im Wasgau, dem Südteil des Pfälzerwaldes (Rheinland-Pfalz). Wegen seiner Lage auf der Gemarkung des früher zu Wilgartswiesen gehörenden Ortsteils Kaltenbach wird er – vor allem in der älteren Literatur – auch Kaltenbacher Teufelstisch genannt. Er ist größer und weitaus bekannter als der Teufelstisch von Salzwoog, der nur fünf Kilometer südwestlich gelegen ist, und zählt zu den landschaftlichen Wahrzeichen der Pfalz. Als diese nach dem Zweiten Weltkrieg zur Französischen Besatzungszone gehörte, war der Hinterweidenthaler Teufelstisch auf einer rheinland-pfälzischen Briefmarke abgebildet.
Inhaltsverzeichnis
Geographie
Der Fels steht, die ihn umgebende Bewaldung auffallend überragend, auf einem Bergrücken südlich der Bundesstraße 10 und westlich der Gemeinde Hinterweidenthal; nachts wird er von der Nordseite her so beleuchtet, dass er von der B 10 aus zu sehen ist.
Nach Umgestaltung des Areals wurde dort im Herbst 2009 der drei Hektar große Erlebnispark Teufelstisch eröffnet, für den kein Eintrittsgeld verlangt wird. Er bietet eine in die Landschaft eingebettete Riesenrutsche, ein Felsenmeer, ein Labyrinth, das zu einem Glockenturm führt, eine Matschstation und eine Seilbahn. Den Hauptteil der Erstellungskosten von 1,7 Mio. Euro trug das Land Rheinland-Pfalz.[1]
Geologie
Beim Teufelstisch handelt sich um einen sogenannten freistehenden Turm, dessen Gewicht auf 284 t geschätzt wird[2]. Es ist ein Buntsandsteinfels, der an einen einbeinigen Tisch erinnert. Durch Erosion wurden die ihn umgebenden weicheren Oberflächenbestandteile abgetragen, während der harte Felskern stehen blieb. So liegt nun eine überdimensionierte „Tischplatte“ von etwa 3 m Stärke quer über einem ebenso massiven „Tischfuß“ von etwa elf Meter Höhe[2]. Dieser Fuß weist bizarre Vorsprünge auf und läuft zur Südwestseite spitz wie ein Schiffskiel zu. Gerade im Dahner Felsenland, wie die nach Südosten hin beginnende Region genannt wird, sind derart auffällig geformte Felsen recht häufig.
Seit dem 19. Jahrhundert stand auf der Platte des Hinterweidenthaler Teufelstisches eine große Kiefer, die ein beliebtes Fotomotiv war; 1999 fiel sie einem Hagelgewitter zum Opfer; eine jüngere und kleinere Kiefer steht noch.
Sportklettern
Die südliche und südwestliche Pfalz besitzt eine Vielzahl von Kletterfelsen, einer davon ist der Hinterweidenthaler Teufelstisch. Er bietet drei Kletterrouten (6+, 7-, 8+) in einem besonders ansprechenden Ambiente.
Sage vom Teufelstisch
Die örtliche Sage von der Entstehung erzählte der Pfälzer Mundart- und Heimatdichter Johann Martin Jäger (1853–1923), der unter dem Pseudonym „Fritz Claus“ bekannt wurde, in einem Gedicht.
Weblinks
- Sage vom Teufelstisch
- Pfalzbilder: Fotos
- Klettergebiete online: Klettergebiet Kaltenbacher Teufelstisch
Einzelnachweise
- ↑ Die Rheinpfalz, Ludwigshafen: Neuer Erlebnispark unter dem Teufelstisch, 8. Oktober 2009
- ↑ a b Klettergebiete online: Klettergebiet Kaltenbacher Teufelstisch
49.1949027777787.7437611111111275Koordinaten: 49° 12′ N, 7° 45′ OKategorien:- Felsen in Rheinland-Pfalz
- Hinterweidenthal
- Kletterfelsen
- Geographie (Pfalz)
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