Acker-Haftdolde

Acker-Haftdolde
Möhren-Haftdolde
Möhren-Haftdolde (Caucalis platycarpos)

Möhren-Haftdolde (Caucalis platycarpos)

Systematik
Unterklasse: Asternähnliche (Asteridae)
Ordnung: Doldenblütlerartige (Apiales)
Familie: Doldenblütler (Apiaceae)
Unterfamilie: Apioideae
Gattung: Haftdolde
Art: Möhren-Haftdolde
Wissenschaftlicher Name
Caucalis platycarpos
L.

Die Möhren-Haftdolde (Caucalis platycarpos), auch Acker-Haftdolde genannt, ist eine Pflanze aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Sie blüht von Juni bis Juli.

Inhaltsverzeichnis

Erscheinungsbild

Die einjährige krautige Pflanze wird bis zu 40 cm hoch (Therophyt). Der Stängel ist sparrig verzweigt, mehr oder weniger graugrün gefärbt und zerstreut behaart bis kahl. Oft ist nur die Blattspindel locker borstig behaart. Die Blätter sind zwei- bis dreifach fiedrig eingeschnitten und besitzen schmale Fiederabschnitte. Die Dolden sind drei- bis fünfstrahlig und besitzen keine oder nur wenige Hüllblätter. Die Döldchen sind mit zahlreichen Hüllblättern ausgestattet und tragen drei kurzgestielte Zwitterblüten und drei langgestielte männliche Blüten. Die Blüten selbst sind weiß. Die Früchte sind länglich, etwa 6 bis 13 mm lang und besitzen lange, an der Spitze hakig gekrümmte Stacheln.

Standortansprüche und Verbreitung

Caucalis platycarpos wächst einzeln oder in lockeren Beständen an lichtreichen, mäßig trockenen, kalkreichen, oft skelettreichen, basischen Stellen. Sie kommt an Ackerrändern und in den Ackerecken vor, meist bevorzugt sie niederwüchsige bis offene Stellen. Gelegentlich findet man sie auch auf Schutthaufen.

Die Möhren-Haftdolde kommt vom Mittelmeergebiet bis Mitteleuropa vor. Weiter verbreitet nach Vorderasien bis Persien. Die ursprüngliche Heimat dürfte das östliche Mittelmeergebiet sein.

Caucalis platycarpos kommt zerstreut und selten im mittleren und südlichen Teil Deutschlands vor.

Heute findet man die Pflanze überall nur noch in kleinen Populationen und meist am Ackerrand. Ursache des Rückgangs ist die intensive Düngung der Äcker (und damit verbunden das Fehlen offener Stellen). Auch dürfte der Einsatz von Herbiziden der Pflanze stark zu schaffen machen.

C. platycarpos (Früchte)
C. platycarpos (Herbarbeleg)

Artenschutz

Gefährdung in Deutschland: Kategorie 3+: gefährdet !

Diese Art sollte wegen ihrer Gefährdung und Seltenheit nicht gesammelt werden!

Literatur

  • Haeupler/Muer: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands, Ulmer Verlag, Stuttgart, 2000, ISBN 3-8001-3364-4
  • Sebald, Seybold, Philippi: Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs, Ulmer Verlag, Stuttgart, 1990, ISBN 3-8001-3314-8
  • Adler, Oswald, Fischer: Exkursionsflora von Österreich Ulmer Verlag, Stuttgart und Wien, 1994, ISBN 3-8001-3461-6
  • Binz, Heitz: Schul- und Exkursionsflora für die Schweiz, Schwabe & Co. AG, Basel, 1986, ISBN 3-7965-0832-4
  • Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora, Ulmer Verlag, Stuttgart, 1990, ISBN 3-8001-3454-3

Weblinks


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