Crossektomie

Crossektomie

Die Crossektomie ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem zur Therapie von Krampfadern der Beine die sog. Crosse (Einmündungsstück der größten oberflächlichen Vene des Beins (Vena saphena magna) in die Beinhauptvene (Vena femoralis) im Bereich der Leiste) ektomiert, d.h. herausgeschnitten wird.

Den Namen erhalten hat die "Crosse" nach ihrer Form: sie ähnelt dem Ende eines Hirtenstabs, wie ihn die katholischen Bischöfe tragen, dieser trägt den Namen "Crosse." An der Crosse münden in unregelmäßiger Zahl und Weise die unten genannten Venen und bilden den sogenannten "Venenstern". Dieser ist ganz unterschiedlich ausgebildet: die Venen können in ihrem Kaliber völlig unterschiedlich ausfallen und durch Verbindungsvenen untereinander in Verbindung stehen, was für das Auftreten von Rezidiven von großer Bedeutung sein kann. Eine Bedeutung, die in der Alternativ-Phlebologie zu wenig berücksichtigt wird. Wird die Crosse im Fall einer Klappenisuffizienz nicht radikal saniert, besteht ein hohes Rezidivrisiko.

Die Crossektomie beinhaltet folgende Arbeitsschritte:

  • Hautschnitt oberhalb des tastbaren Leistenpulses der Arteria femoralis
  • Darstellung der Vena saphena magna und ihrer Einmündung in die Vena femoralis
  • Unterbindung aller von diesem Teilstück abgehenden Venen.

Dies sind namentlich

    • Vena circumflexa ilium superficialis (verläuft nach lateral)
    • Vena epigastrica superficialis (verläuft nach kranial)
    • Vena saphena accessoria (verläuft nach distal)
    • Vena pudenda externa (verläuft nach medial)
  • Abtrennung durch Ligatur der Vena saphena magna an ihrer Einmündung in die Vena femoralis
  • Verschluss der Haut

In den meisten Fällen, in denen Krampfadern mittels Crossektomie behandelt werden, schließt sich nun das sog. Venenstripping an, bei dem die gesamte Vena saphena magna und alle ihre Äste entfernt werden.


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