Der Sklavenmarkt

Der Sklavenmarkt
 
Der Sklavenmarkt
Gustave Boulanger, vor 1882
Öl auf Leinwand
Privatbesitz

Der Sklavenmarkt (um 1882), auch Römischer Sklavenmarkt, ist ein Gemälde von Gustave Boulanger (1824-1882).

Das Bild zeigt eine Sklavenversteigerung im alten Rom. Zu sehen sind sieben Personen, vom Kindesalter bis zum jungen Erwachsenen, die auf einer Rampe als Sklaven zum Verkauf angeboten werden. „Die zum Verkauf ausgestellten Sklaven trugen um den Hals Täfelchen, auf denen ihr Name, ihr Alter und ihre guten und schlechten Eigenschaften aufgezählt werden mussten.” [1] In Erwartung der Kundschaft und ihrer Angebote verzehrt der Verkäufer, der am Rand der Rampe Platz genommen hat, sein Mittagbrot.

Das Gemälde zeigt die Merkmale der Salonmalerei des 19. Jahrhunderts, die den formalen und maltechnischen Anforderungen des französischen Akademismus verpflichtet war. Das Thema folgt dem Geschmack des Pariser Publikums des späten 19. Jahrhunderts, das erotische Themen, verkleidet in eine historisierende Darstellung, schätzte.

Das Werk befindet sich in Privatbesitz; seine Provenienz ist unbekannt.

Literatur

  • Paul Vogt: Was sie liebten. Salonmalerei im 19. Jahrhundert. DuMont Schauberg 1969

Einzelnachweise

  1. Ernst Joseph Görlich, Herrenrecht und Sklavenpeitsche: Eine Geschichte der Sklaverei und Leibeigenschaft von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart, Fackel-Verlag, 1971

Wikimedia Foundation.

Игры ⚽ Поможем сделать НИР

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Sklavenmarkt — bezeichnet: einen Markt für Sklaven ein Gemälde, siehe Der Sklavenmarkt Am Sklavenmarkt ein österreichischer Erotikfilm aus dem Jahr 1907 Diese Seite ist eine Begriffsklärung zur Untersch …   Deutsch Wikipedia

  • Der Rattenfänger von Hameln — Darstellung des Rattenfängers von Hameln in einer Kopie einer Glasmalerei in Marktkirche zu Hameln (Reisechronik des Augustin von Moersperg 1592, aquarell) Der Rattenfänger von Hameln ist eine der bekanntesten deutschen Sagen. Sie wurde in mehr… …   Deutsch Wikipedia

  • Der Archipel in Flammen — Titelseite der französischen Originalausgabe mit einer Illustration von Léon Benett …   Deutsch Wikipedia

  • Sklavenmarkt — Skla|ven|markt 〈[ vən ] m. 1u〉 Markt, auf dem Sklaven verkauft wurden * * * Skla|ven|markt, der (bes. früher): Markt, auf dem ↑ Sklaven (1) verkauft werden. * * * Skla|ven|markt, der (bes. früher): Markt, auf dem Sklaven (1) verkauft werden …   Universal-Lexikon

  • Quint und der Kampf der Himmelsgaleonen — Die Klippenland Chroniken (englischer Originaltitel: The Edge Chronicles) ist eine Fantasy Jugendromanreihe des britischen Autors Paul Stewart. Sie wurde von Chris Riddell illustriert und besteht gegenwärtig aus zehn Bänden. Der erste Band der… …   Deutsch Wikipedia

  • Rook und Twig, der letzte Himmelspirat — Die Klippenland Chroniken (englischer Originaltitel: The Edge Chronicles) ist eine Fantasy Jugendromanreihe des britischen Autors Paul Stewart. Sie wurde von Chris Riddell illustriert und besteht gegenwärtig aus zehn Bänden. Der erste Band der… …   Deutsch Wikipedia

  • Rook und der schwarze Mahlstrom — Die Klippenland Chroniken (englischer Originaltitel: The Edge Chronicles) ist eine Fantasy Jugendromanreihe des britischen Autors Paul Stewart. Sie wurde von Chris Riddell illustriert und besteht gegenwärtig aus zehn Bänden. Der erste Band der… …   Deutsch Wikipedia

  • Geschichte der Stadt Speyer — Speyer, Ansicht nach Braun Hogenberg (1572) Die Geschichte der Stadt Speyer beginnt im Jahr 10 v. Chr. mit der Errichtung des Römerlagers. Der Name Spira, aus dem sich schließlich der heutige Name Speyer entwickelte, taucht erstmals 614 auf. Vor… …   Deutsch Wikipedia

  • Prostitution in der Antike — Mann und griechische Hetäre vor dem Geschlechtsverkehr; Rotfigurige Oinochoe des Schuwalow Malers, um 430/420 v. Chr. Die Prostitution in der Antike unterscheidet sich trotz vieler Gemeinsamkeiten von der Prostitution in anderen Epochen. Im… …   Deutsch Wikipedia

  • Am Sklavenmarkt — Filmdaten Originaltitel Am Sklavenmarkt Produktionsland Österreich …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”