- Donau-Oder-Elbe-Kanal
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Der Donau-Oder-Elbe-Kanal (DOEK) ist ein Kanalprojekt, das die Flüsse Elbe, Oder und Donau miteinander verbinden soll. Das Teilprojekt, Oder und Donau zu verbinden, wird Donau-Oder-Kanal genannt.
Die Idee einer derartigen Kanalverbindung ist schon über 300 Jahre alt. Insbesondere in Tschechien und Österreich gibt es starke Bestrebungen, einen derartigen Kanal auszubauen, da dadurch beide Länder eine Anbindung an die Ostsee bzw. eine wesentlich bessere Anbindung an das Wasserstraßennetz erhalten würden. Der Kanal würde die Flüsse Elbe, Oder und March jeweils in ihren Oberläufen verbinden. Dies würde im Falle der Elbe einen sehr großen technischen Aufwand erfordern, da ein Höhenunterschied von 250 m überbrückt werden müsste, was zu Kosten von vielen Milliarden Euro führen würde. Die Verbindung von Donau und Oder wäre relativ kostengünstig herzustellen, da die Mährische Pforte die niedrigste Wasserscheide in ganz Zentraleuropa darstellt und die Höhendifferenz nur 125 m auf Donauseite und 125 m auf Oderseite beträgt. In Polen und Südmähren wurden die erforderlichen Stauhaltungen und Schleusen für den Kanal bereits gebaut.
Umweltschützer stehen diesen Planungen ablehnend gegenüber, da ein wesentlich größerer Eingriff in die Natur und den Wasserhaushalt erforderlich ist, als bei dem Bau einer Hochleistungsbahn, die eine vergleichbare Kapazität aufweisen würde.
Die Idee einer transeuropäischen Wasserstraßenverbindung wurde bereits mit dem Rhein-Main-Donau-Kanal verwirklicht.
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