- Affenpocken
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Die Affenpocken sind eine Viruserkrankung bei Affen, deren Erregerreservoir aber vermutlich Hörnchen und Nagetiere darstellen. Sie sind auf den Menschen übertragbar (Zoonose) und lösen hier eine milde Pocken-ähnliche Erkrankung aus, die aber auch tödlich verlaufen kann.
Inhaltsverzeichnis
Erreger und Vorkommen
Der Erreger, das Affenpockenvirus Orthopoxvirus simiae, gehört in die Gattung Orthopoxvirus und damit zu den Pockenviren.
Die Erkrankung kommt vor allem in Afrika vor. Im Kongo ist nach Schätzungen seit Beendigung der Pockenschutzimpfung 1980 die Zahl der Erkrankungen um das Zwanzigfache gestiegen.[1] Einige Ausbrüche gab es auch in Gefangenschaftshaltungen von Rhesusaffen und Javaneraffen. 2003 gab es einige Fälle von Affenpocken in den USA, die nach Kontakt mit Präriehunden auftraten, allerdings ohne Todesfälle abliefen.
Affen sind vermutlich nur Fehlwirte dieses Virus. Das eigentliche Reservoir stellen vermutlich Hörnchen sowie Ratten und andere Nagetiere dar. Die Infektion des Menschen wird durch Bisse von diesen Tieren oder von Affen ausgelöst, durch Kontakt mit Sekreten, als Tröpfcheninfektion oder Verzehr von Affenfleisch, die Ansteckungsgefahr ist allerdings nur gering.
Klinisches Bild beim Menschen
Klassifikation nach ICD-10 B04 Affenpocken ICD-10 online (WHO-Version 2011) Die Inkubationszeit beträgt zwei (ein bis drei) Wochen. Affenpocken äußern sich in plötzlich einsetzendem Fieber und einem generalisierten Exanthem. Bei empfänglichen Personen können Hautveränderungen in Form von Bläschen oder Pusteln auftreten, die den Pocken gleichen.
Einzelnachweise
Weblinks
- Affenpocken – Informationen des Robert Koch-Instituts
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