FIA-Regelwerk

FIA-Regelwerk
Dieser Artikel behandelt die Fédération Internationale de l'Automobile (FIA). Weitere Bedeutungen der Abkürzung FIA sind unter FIA (Begriffsklärung) zu finden.
Das Logo der FIA

Die Fédération Internationale de l'Automobile (Abkürzung: FIA) ist der internationale Dachverband des Automobils bzw. der Autofahrer mit Sitz in Paris. Der Verband wurde am 20. Juni 1904 als Association Internationale des Automobile Clubs Reconnus (AIACR) gegründet.

Das Ziel der Vereinigung von Automobilclubs ist die Förderung des Automobilsports und des internationalen Kraftverkehrs. Der Sitz der Verwaltung ist Genf. Derzeitiger Präsident der FIA ist der Brite Max Mosley, der 1993 den Franzosen Jean-Marie Balestre ablöste. Die FIA hat über 150 nationale Mitgliedsorganisationen in 118 Ländern, die ca. 100 Millionen Mitglieder repräsentieren. Deutschland wird durch den ADAC und den AvD vertreten. Ersterer lässt seine Mitgliedschaft nach dem Vertrauensvotum für Verbandschef Mosley ruhen, dieser war Anfang 2008 in einen Sexskandal verwickelt und in einem der Öffentlichkeit zugespielten Video mit mehreren Prostituierten zu sehen.

Ab dem Jahr 1922 wurde die Zuständigkeit für den Motorsport an die Commission Sportive Internationale (CSI) übertragen. Die spätere FISA wurde ab 1993 wieder direkt in die FIA eingegliedert. Den deutschen Motorsport regelt stellvertretend auch für den DMV der Deutsche Motor Sport Bund DMSB, der u. a. gemäß den FIA-Bestimmungen Lizenzen für Rennfahrer ausstellt.

Das Internationale Sportgesetz (ISG) wurde von der FIA erstellt und wird kontinuierlich von ihr gepflegt. Die wichtigen Anhänge im FIA-Regelwerk, insbesondere der Anhang J, sind Bestandteil des ISG.

Bekannt ist die FIA hauptsächlich als Dachorganisation des weltweiten Automobilsports und durch die von ihr ausgeschriebenen Weltmeisterschaften – insbesondere die mit Formel-1-Fahrzeugen ausgetragenen Weltmeisterschaften für Fahrer und Konstrukteure, die Rallye-Weltmeisterschaft, die Tourenwagen-Weltmeisterschaft (World Touring Car Championship WTCC) und die ehemalige Sportwagen-Weltmeisterschaft.

Inhaltsverzeichnis

Meisterschaften

Rallye-Meisterschaften

  • FIA Rallye-Weltmeisterschaft
  • FIA Junioren-Rallye-Weltmeisterschaft
  • FIA Produktionswagen-Rallye-Weltmeisterschaft
  • FIA Cross-Country Rally World Cup
  • FIA Rallye-Europameisterschaft
  • FIA Rallye-Europacup (mehrere Regionen)
  • FIA Middle-East Rally-Meisterschaft
  • FIA Afrikanische Rally-Meisterschaft
  • FIA Asien-Pazifik Rally-Meisterschaft

Fahrzeugklassen

Alle Angaben entsprechen der Einteilung nach ISG Artikel 251, Stand 2007.

Kategorie I

  • Gruppe N: Produktionswagen
  • Gruppe A: Tourenwagen
  • Gruppe B: GT-Fahrzeuge
  • Gruppe SP: Super Production-Fahrzeuge
  • Gruppe T2: Seriengeländefahrzeuge

Kategorie II

  • Gruppe T1: Modifizierte Geländefahrzeuge
  • Gruppe GT3: Cup-GT-Fahrzeuge
  • Gruppe GT2: Serien-GT-Fahrzeuge
  • Gruppe GT1: GT-Fahrzeuge
  • Gruppe CN: Produktionssportwagen
  • Gruppe D: Internationale Formel-Rennwagen
  • Gruppe E: Freie Formel

Kategorie III

  • Gruppe F: Renntrucks
  • Gruppe T4: Geländetrucks

Weblinks


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