Granulitisierung

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Begründung: Kaum verständlich, unstrukturiert, Quellen ergänzungsfähig, schlecht bebildert. z.T. sachlich falsch. --Jo 16:06, 9. Dez. 2008 (CET)

Granulitfazielles Metasediment, Rio de Janeiro, Brasilien

Als Granulit (lat. granum = Korn) bezeichnet man im weiteren Sinne jedes Gestein, welches unter granulitfaziellen Bedingungen metamorphosiert wurde. Granulitfazielle Bedingungen sind charakterisiert durch Temperaturen oberhalb von ca. 750°C und Drücke unterhalb von ca. 1,4 GPa (entspricht Erdkrustentiefen < 45 - 50 km ). Somit werden Granulite in der unteren Erdkruste gebildet.

Granulite mit saurer oder basischer Zusammensetzung erkennt man am Auftreten von metamorph gebildetem Orthopyroxen. Saure Granulite (SiO2-reich) werden auch als Charnockit, basische Granulite (SiO2-ärmer) als Enderbit bezeichnet. Bei manchen Gesteinen (z. B. Marmor, Quarzit) ist aufgrund des einfachen Mineralbestandes das Erkennen granulitfazieller Bedingungen nicht immer möglich.

Zumeist zeigen Granulite ein massiges, mittel- bis grobkörniges Gefüge. Gelegentlich kann durch Einregelung von Quarz, Biotit und/ oder das Vorhandensein von Leuko- und Melanosomen (siehe Anatexis) ein gneisartiges Gefüge entstehen.

Minerale, die in Granuliten häufig auftreten, sind Quarz, Plagioklas, Granat, Alkalifeldspat, Biotit, Sillimanit, Orthopyroxen, Klinopyroxen und Cordierit. Sehr begehrt als exklusive Natursteine sind die Granulite, die eingelagerten roten Granat in ihrem Mineralbestand führen. Sie werden auch Granatengneise genannt.

Bei extrem hohen Temperaturen (> 900 °C) und mittleren Drücken (0,7 - 1,3 GPa) zeigen aluminiumreiche, pelitische Granulite charakteristische Mineralvergesellschaftungen (Mineralparagenesen), wie beispielsweise Sapphirin + Quarz, Spinell + Quarz und Orthopyroxen + Sillimanit. In solchen Fällen spricht man von Ultrahochtemperatur-Metamorphose (UHT-Metamorphose).

Es gibt zwei typische retrograde Druck-Temperatur-Entwicklungen (P-T-Pfade) von Granuliten: isobare Abkühlung (IBC = isobaric cooling) und isothermale Dekompression (ITD = isothermal decompression). Bei der isobaren Abkühlung kühlt der Granulit ohne nennenswerte Druckveränderung ab, was auf Wärmezufuhr durch z. B. eine Magmaintrusion hindeutet. Bei der isothermalen Dekompression erfolgt eine relativ schnelle Heraushebung mit nachfolgender Abkühlung. Dieses lässt sich durch orogenen Kollaps nach einer Erdkrustenverdickung erklären.

Natursteinsorten

Siehe auch

Literatur

  • Harley, S. L. (1989): The origins of granulites: a metamorphic perspective. Geological Magazine 126, 215-247.

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