- Hinzdorf
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Wappen Deutschlandkarte Basisdaten Bundesland: Brandenburg Landkreis: Prignitz Höhe: 25 m ü. NN Fläche: 50,44 km² Einwohner: 19.297 (31. Dez. 2007) Bevölkerungsdichte: 383 Einwohner je km² Postleitzahl: 19322 Vorwahl: 03877 Kfz-Kennzeichen: PR Gemeindeschlüssel: 12 0 70 424 Stadtgliederung: 7 Stadtteile/Stadtbezirke Adresse der Stadtverwaltung: August-Bebel-Straße 10
19322 WittenbergeWebpräsenz: Bürgermeister: Oliver Hermann (parteilos) Lage der Stadt Wittenberge im Landkreis Prignitz Wittenberge ist eine amtsfreie Stadt im Nordwesten Brandenburgs und der größte Ort in der Prignitz.
Inhaltsverzeichnis
Geografie
Wittenberge liegt im nordwestlichen Brandenburg in der Prignitz, ca. 11 km südwestlich der Kreisstadt Perleberg. Dort liegt sie am nördlichen Ufer der Elbe direkt an der Einmündung der Stepenitz und der Karthane in diesen Strom. Die Stadt liegt ungefähr auf der Hälfte der Strecken Berlin-Hamburg und Rostock-Magdeburg.
Stadtgliederung
Zu Wittenberge gehören außerdem die Ortsteile Bentwisch, Garsedow, Hinzdorf, Lindenberg, Lütjenheide, Schadebeuster und Zwischendeich.
Geschichte
Wittenberge soll 1226 in einer Urkunde, die nur als Transsumpt in einer Originalurkunde des Markgrafen Friedrich d. J. von Brandenburg vom 15. Februar 1463 vorliegt, erstmals urkundlich erwähnt worden sein. In der besagten Urkunde verfügten die Markgrafen Johann und Otto von Brandenburg, dass niemand eine Schiffsfähre auf der Elbe zwischen der Stadt Werben (Elbe) und „Wittemberge“ unterhalten darf. Hermann Krabbo bezeichnete 1910 die Urkunde von 1226 als Fälschung, was durch Forschungen im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt im Januar 2006 bekräftigt wurde. Eine weitere urkundliche Erwähnung findet sich am 29. Oktober 1239. Damals unterschrieb ein Zeuge eine Urkunde mit „prepositus de uittenberge“. Ferner wurde Wittemberg am 22. Juli 1300 urkundlich erwähnt, als der Stadtherr Otto I. Gans die Rechte Wittenberges als Stadt bestätigt.
Die Stadt fiel 1686 und 1757 verheerenden Bränden und 1709 und 1761 Elbdeichbrüchen zum Opfer. 1820 legte das erste Dampfschiff der Berlin-Hamburg Passagierlinie im Hafen von Wittenberge an. Der industrielle Aufschwung der Stadt wurde 1823 durch den Bau einer Ölmühle (1823 – 1935: Herzsche Ölmühle, 1942 – 1946: Märkische Ölwerke Wittenberge AG, 1946 – 1990: VEB Märkische Ölwerke Wittenberge) durch den Kaufmann Salomon Herz begründet. Die Fertigstellung des Elbhafens im Jahre 1835 und der Anschluss an die Eisenbahnlinie Berlin-Hamburg am 15. Oktober 1846 sowie die Fertigstellung der Anschlussstrecken nach Magdeburg zwischen 1847 und dem 25. Oktober 1851, Lüneburg (1874) und Salzwedel (1879) waren ebenfalls entscheidend für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt. Der Ölmühle folgten 1846 eine Seifenfabrik, 1849 eine chemische Fabrik und 1875 ein Eisenbahn-Ausbesserungswerk, das bis heute besteht.
1903 wurde durch die in New York City ansässige Firma Singer Manufacturing Company eine Nähmaschinenfabrik errichtet, die bis in die 1920er Jahre weitere Ausbauten erfuhr, u. a. durch die größte freistehende Turmuhr auf dem europäischen Kontinent. In dieser Nähmaschinenfabrik wurden bis zum 3. Mai 1945 die „Singer“-Nähmaschinen hergestellt. Während der DDR-Zeit wurde die Nähmaschinenproduktion erfolgreich weitergeführt. Die Nähmaschinen aus Wittenberge hießen jetzt „VERITAS“ und „Naumann“ und wurden ein Weltprodukt. In den 1980er Jahren avancierte der VEB Nähmaschinenwerk Wittenberge zur modernsten Nähmaschinenfabrik der Welt.
1912 erhielt das Baubüro Gropius den Auftrag, im Norden der Stadt die Projekt- und Bauleitung einer großen Arbeitersiedlung zu übernehmen. Um 1914 entstanden auf diese Weise drei Typen von Siedlungshäusern, in denen sich erstmals Gropius' Konzept rationell errichteter Bauten umsetzen ließ. Die Stadt Wittenberge unterließ es, die Bauten unter Denkmalschutz zu stellen, so dass durch die jahrzehntelange Nutzung sowie private Um- und Anbauten der ursprüngliche Zustand verloren ist.
Bereits 1912 war ein Teil des Friedhofs als Begräbnisstätte für die Juden der Stadt eingerichtet worden. Die 1923 gegründete Jüdische Gemeinde, die keine eigene Synagoge besaß, bestattete hier ihre verstorbenen Mitglieder. Während der NS-Zeit in Deutschland beseitigten die Nationalsozialisten den Friedhof. Außerdem befand sich ab 1942 auf dem Gelände der 1937 gegründeten Zellstoff- und Zellwollefabrik ein Außenlager des KZ Neuengamme. Die etwa 3000 Häftlinge wurden unter unmenschlichen Bedingungen zur Zwangsarbeit verpflichtet. Hunderte überlebten nicht, weil sie an Hunger oder Krankheiten starben oder ermordet wurden. Im Jahre 1962 wurden Grabsteine restauriert und aufgestellt, dazu ein Gedenkstein.
Durch die Ölmühle, Singer und das Bahnwerk sowie den Bau weiterer Fabriken wie 1935 die Norddeutsche Maschinenfabrik und 1937 die Zellstoff- und Zellwollefabrik wurde Wittenberge die wichtigste Industriestadt der Region. Durch den industriellen und damit wirtschaftlichen Aufschwung stieg die Einwohnerzahl schnell an. Dies führte zur Ausbreitung des Stadtgebietes. Besonders zwischen der Altstadt und dem ca. 1 km nordöstlich davon errichteten Bahnhof entstanden in mehreren Phasen Wohnungen für Arbeiter. Darunter sind auch etliche Gebäude der Gründerzeit, die nach und nach saniert werden. Besonderes Augenmerk verdient auch das „Haus der Vier Jahreszeiten“ mit seiner Fassade im Jugendstil.
In den Jahren 1912 – 1914 wurde das Wittenberger Rathaus (Turmhöhe 51 m) errichtet, das in seiner monumentalen Ausführung deutlich den Anspruch der aufstrebenden Industriestadt symbolisiert.
Wittenberge hatte nach 1816 dem Kreis Westprignitz in der preußischen Provinz Brandenburg (Regierungsbezirk Potsdam) angehört. Am 1. August 1922 schied die Stadt Wittenberge aus dem Kreis Westprignitz aus und bildete fortan einen eigenen Stadtkreis.
Die Wiedervereinigung Deutschlands 1990 brachte für die Prignitz und Wittenberge erhebliche wirtschaftliche Veränderungen. Neben dem Nähmaschinenwerk (1991) wurden auch das Zellstoffwerk (1990) und die 1990 in Märkische Ölwerke GmbH Wittenberge umbenannte Ölmühle (18. Januar 1991) geschlossen. Von den großen Betrieben blieb nur das Reichsbahnausbesserungswerk Wittenberge (RAW) als jetziges Instandhaltungswerk der Deutschen Bahn AG erhalten. Aufgrund des damit verbundenen Wegfalls von Arbeitsplätzen kam es zu einer Abwanderung von Einwohnern in erheblichem Ausmaß, deren Ende nicht absehbar ist.
Seit dem Jahre 2000, der 700-Jahrfeier der Stadt, ist Wittenberge der jährliche Austragungsort der überregional bekannten Elblandfestspiele Wittenberge (EFS), dem internationalen Festival der Operette und heiteren Bühnenkunst in Deutschland. Es ist damit das bedeutendste Musikfestival dieses musikalischen Genres in Deutschland. Ideengeber, Gründer und langjähriger erster Intendant der Festspiele war Opernsänger Heiko Reissig, selbst ein gebürtiger Wittenberger. Gemeinsam mit dem damaligen Kulturdezernenten der Stadt, Andreas Schön, wurden die Festspiele entwickelt und der Festspielverein (e.V.) als heutiger Träger gegründet. Seit 2001 bestehen eine Koproduktion mit dem Rbb-Fernsehen Berlin-Brandenburg und regelmäßige TV-Ausstrahlungen in den dritten Programmen der ARD. Gleichzeitig ist Wittenberge Austragungsort des jährlich stattfindenden „Internationalen Gesangswettbewerbes für Operette – Paul Lincke“.
Einwohnerentwicklung
(1945 befanden sich ca. 6000 Flüchtlinge in Wittenberge; ab 1995 jeweils zum 31. Dezember)
- 1652: 252
- 1719: 374
- 1730: 406
- 1740: 454
- 1742: 667
- 1750: 761
- 1756: 770
- 1800: 884
- 1812: 910
- 1819: 1.200
- 1825: 1.325
- 1840: 2.500
- 1845: 2.700
- 1850: 4.176
- 1853: 5.305
- 1863: 5.912
- 1864: 6.200
- 1867: 6.941
- 1875: 7.367
- 1877: 8.062
- 1880: 9.548
- 1882: 10.250
- 1890: 12.338
- 1895: 14.559
- 1900: 16.322
- 1905: 18.603
- 1910: 20.709
- 1914: 22.693
- 1920: 24.848
- 1925: 26.493
- 1930: 26.476
- 1935: 26.605
- 1938: 28.421
- 1940: 31.415
- 1941: 32.597
- 1943: 34.842
- 1945: 39.587
- 1946: 31.485
- 1954: 32.200
- 1964: 32.439
- 1966: 32.735
- 1968: 33.077
- 1977: 33.279
- 1980: 32.287
- 1981: 31.855
- 1985: 30.519
- 1987: 30.181
- 1988: 30.240
- 1990: 27.956
- 1995: 24.515
- 1996: 24.041
- 1997: 23.833
- 1998: 23.398
- 1999: 22.825
- 2000: 22.163
- 2001: 21.513
- 2002: 21.112
- 2003: 20.639
- 2004: 20.120
- 2005: 19.767
- 2006: 19.566
- 2007: 19.297
Politik
Stadtverordnetenversammlung
Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Wittenberge besteht aus 28 Stadtverordneten und dem jeweiligen hauptamtlichen Bürgermeister.
- SPD: 8 Sitze
- Die Linke: 7 Sitze
- CDU: 5 Sitze
- UBG: 3 Sitze
- FDP: 3 Sitze
- DVU: 1 Sitz
- Einzelbewerber: 1 Sitz
(Stand: Kommunalwahl am 28. September 2008)
Bürgermeister
Bürgermeister der Stadt ist Oliver Hermann (SPD). Er wurde am 9. März 2008 gewählt und trat die achtjährige Amtsperiode am 1. Juli 2008 an.[1]
Städtepartnerschaften
Partnerschaften gibt es mit folgenden Städten:
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Theater
- Das Kultur- und Festspielhaus Wittenberge am Paul-Lincke-Platz
- Elblandfestspiele Wittenberge – das internationale Festival für Operette und heitere Bühnenkunst in Deutschland (jährliche Veranstaltungen in den Sommermonaten)
Kino
- Das Kino „Movie Star“ am Bismarckplatz in der Friedrich-Ebert-Straße 15.
Museen
- Das Stadtmuseum befindet sich in der Alten Burg, dem ältesten Wohnhaus der Stadt.
Geschichtsdenkmale
- Gedenkstein von 1949 gegenüber dem Haupteingang des Friedhofs an der Parkstraße 30 für die Opfer des Faschismus durch KZ-Terror und Zwangsarbeit
- Mahnmal von 1996 für die Opfer der Kriege und Gewaltherrschaft in der Nähe der Feierhalle
- Gedenkstein im Hof des ehemaligen Nähmaschinenwerkes in der Bad Wilsnacker Straße 43 für sieben Personen, die als antifaschistische Widerstandskämpfer, Zwangsarbeiter(innen) ermordet wurden
- Gedenkstein von 1962 zur Erinnerung an den Jüdischen Friedhof auf dem Gelände des Städtischen Friedhofes
- Gedenkstein von 1969 an der Ernst-Thälmann-Straße für den gleichnamigen Arbeiterpolitiker, der 1944 im KZ Buchenwald ermordet wurde
Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Wittenberge
Bauwerke
- Steintorturm (ältestes Gebäude, ca. 1300)
- Uhrenturm Nähmaschinenwerk (Wittenberge), größte freistehende Turmuhr auf dem europäischen Festland.
- Ehemalige Singer-/Veritas-Nähmaschinenwerke (erbaut 1903)
- Historischer Bahnhof mit großem Gründerzeit-Speisesaal
- Gropiussiedlung im städtischen Norden
- Jugendstilhaus zu den vier Jahreszeiten (Denkmalschutz), Schillerplatz
- Evangelische Kirche in der Altstadt, erbaut 1872
- Historischer Wasserturm mit Trinkhalle
- Neoklassizistisches Rathaus (1912 – 1914) (Turmbesteigung in der wärmeren Jahreszeit möglich)
- Eisenbahnbrücke (Elbbrücke), längste in der DDR gebaute Eisenbahnbrücke
- Elbebrücke Wittenberge (Straße), längste in der DDR gebaute Straßenbrücke
- Alte Ölmühle zu Wittenberge (Festspielgelände der Elblandfestspiele mit „Elblandbühne“ / Kapazität: ca. 3.500 Besucher, erbaut: 1856)
Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Wittenberge
Parks
- Stadtpark
- Waldfriedhof
- Schützenplatz (Veranstaltungsort für Zirkus, Schützenfest, Osterfeuer)
Naturdenkmäler
Offiziell anerkannte Naturdenkmäler[2]:
- die Hänge-Buche (Fagus silvatica 'Pendula') auf dem östlichen Teil des Elmshorner Platzes
- die Kaukasische Flügelnuss (Pterocarya fraxinifolia) auf dem westlichen Teil des Elmshorner Platzes
- die Stiel-Eiche (Quercus robur) auf der Anhöhe des Stadtparkes
- die Platanen (Platanus acerifolia) beiderseits der Auffahrt zum Grundstück Perleberger Straße 31
- die Stiel-Eiche auf dem Weinberg
- die Stiel-Eiche in einer Gasse zwischen der Bahnstraße und Hinter den Planken
- die acht Rot-Buchen (Fagus silvatica) am Kuhberg, welche eine "Laube" bilden
- eine Stiel-Eiche an der Straße zwischen Gasedow und Lütjenheide
- vier Stiel-Eichen vor der Ortschaft Lütjenheide
- eine Stiel-Eiche am Brack zwischen Hinzdorf und Scharleuk
Regelmäßige Veranstaltungen
- im Juli: Elblandfestspiele Wittenberge, Elbebadetag
- im April: Internationales VW-Treffen
- im Mai: Internationale Schießsportwoche
- im Mai: Internationaler Gesangswettbewerb für Operette „Paul Lincke“ Wittenberge
- im Juni: Dixilandfest im Hof des Marie-Curie-Gymnasium Wittenberge
- zu Pfingsten: Country-Music-Festival Wittenberge, auf dem Ölmühlgelände
- im August: Stadt- und Hafenfest
Kulinarische Spezialitäten der Region
Knieperkohl („Saurer Hansen“)
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehrsanbindung
Schienenverkehr
Der Bahnhof Wittenberge liegt an der Schnellfahrstrecke Berlin-Hamburg und ist die wichtigste Station zwischen den beiden Städten. Er ist außerdem Ausgangspunkt der Bahnstrecken nach Wittstock (Dosse) und Stendal.
Wittenberge wird im Fernverkehr von einzelnen Intercity-Express-Zügen der Linie (Kopenhagen / Aarhus –) Hamburg – Berlin (– Leipzig – München) und von weiteren Intercity- bzw. Eurocity-Zügen auf der Strecke (Westerland (Sylt) –) Hamburg – Berlin – Dresden (– Prag – Bratislava bzw. Wien) angefahren. Einmal täglich verkehrt zusätzlich ein Intercity Rostock – Schwerin – Stendal – Magdeburg – Leipzig.
Im Regionalverkehr halten hier Regional-Express-Züge auf der Strecke (Wismar – Schwerin –) Wittenberge – Berlin – Ludwigsfelde im Stunden-Takt (zwischen Wittenberge und Wismar im Zwei-Stunden-Takt). Einmal stündlich fahren eine Regionalbahn nach Stendal – Wolmirstedt – Magdeburg – Schönebeck (Elbe) und ein Regional-Express nach Perleberg – Pritzwalk – Wittstock (Dosse) – Neuruppin – Berlin-Spandau. Die Bahnlinie nach Arendsee – Salzwedel ist mittlerweile ohne Personenverkehr.
Zuvor verkehrten hier ab 1870 auch die Züge der Bahnstrecke Wittenberge–Lüneburg der Berlin-Hamburger Bahn, die bei Dömitz über die Elbe und über Dannenberg und Lüneburg nach Buchholz führte. Sie sollte ursprünglich der direkten Verbindung Berlin-Bremen dienen, was aber nicht zustande kam. Während der Zeit der DDR war der Bahnhof Wittenberge einer der wichtigsten Bahnhöfe im nordwestlichen Bereich des Netzes der Deutschen Reichsbahn und, von den Grenzbahnhöfen Schwanheide und Griebnitzsee bzw. Staaken abgesehen, einzige Haltestelle der Interzonenzüge zwischen Hamburg und Berlin. Das frühere Reichsbahnausbesserungswerk wurde von der Deutschen Bahn übernommen und besteht noch heute.
Mit der geschichtlichen Aufbereitung Wittenberger Eisenbahngeschichte beschäftigt sich der Verein Historischer Lokschuppen Wittenberge e. V.
Straßenverkehr
Wittenberge liegt an der Bundesstraße 189, über die Stendal, Magdeburg, Perleberg und Pritzwalk sowie Autobahnanschlussstellen an den Autobahnen 2, 24 und 19 erreicht werden können. Von der B189 zweigt hier die B 195 nach Boizenburg/Elbe und Zarrentin am Schaalsee ab. Über Landstraßen ist u. a. Havelberg über Bad Wilsnack erreichbar.
Die Elbbrücke an der B 189 bei Wittenberge ist die einzige Straßenbrücke zwischen den Brücken der B 191 bei Dömitz (ca. 50 km flussabwärts) und der B 188 bei Tangermünde (ca. 60 km flussaufwärts). Dazwischen kann die Elbe nur mit Hilfe von Fähren überquert werden.
Die nächsten Autobahnanschlussstellen sind Suckow und Meyenburg an der A24 Hamburg–Berlin und Wittstock/Dosse an der A 19 nach Rostock. Mit der bis 2015 geplanten Verlängerung der A 14 wird Wittenberge einen direkten Autobahnanschluss erhalten.
Öffentliche Einrichtungen
Stadtinformation Wittenberge im Festspielhaus am Paul-Lincke-Platz
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
- Marianne Ammerpohl (1901–1995), Konzertsängerin und Gesangspädagogin („Wittenberger Nachtigall“)
- Johannes Daniel Benda (1847–1927), Politiker und Staatsanwalt
- Friedrich Burmeister (1888–1968), Politiker der DDR
- Adolf Fritz Guhl (1917–1977), Dirigent und Generalmusikdirektor Rundfunkorchester Leipzig
- Klaus Havenstein (1922 – 1998), Schauspieler, Kabarettist und Moderator
- Eugen Hildach (1849–1924), Komponist
- Otto Hilgenfeldt (1900–1983), Pionier der deutschen Handchirurgie[3]
- Hans Joachim Hirsch (*1929), Rechtswissenschaftler
- Helge Jung (* 1943), Komponist
- Norbert Klaar (* 1954), Sportschütze, Olympiasieger Montreal 1976 Schnellfeuerpistole
- Gustav Kluge (* 1947), Maler und Professor für Malerei an der Kunstakademie Karlsruhe
- Richard Kruspe (* 1967), Gitarrist der „Neue Deutsche Härte“-Band Rammstein
- Fried Lübbecke (1883–1965), Kunsthistoriker
- Ulrich Makosch (1933–2008), Journalist
- Stefan Paetow (*1943), Richter am Bundesverwaltungsgericht
- Uwe Potteck (* 1955), Sportschütze, Olympiasieger Montreal 1976 Freie Pistole
- Heiko Reissig (* 1966), Sänger, Schauspieler, Regisseur, Textautor, Produzent und Intendant (u. a. Elblandfestspiele)
- Bernd Rudow (* 1947), Professor für Psychologie und Arbeitswissenschaft
- Udo Schenk (* 1953), Schauspieler
- Friedrich Schorlemmer (* 1944), Theologe
- Otto Telschow (1876–1945), Politiker der NSDAP, Gauleiter, MdR
- Stefanie Thurmann (* 1982), Sportschützin
- Joachim Tschirner (* 1948), Dokumentarfilmregisseur und Akzidenz-Schriftsetzer
- Ernst August Wiese (1902–1945), plattdeutscher Dichter
Weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen
- Gans zu Wittenberge (Stadtgründer)
- Salomon Herz, jüdischer Kaufmann aus Berlin, Gründer der Wittenberger Ölmühle an der Elbe
- Paul Lincke, Berliner Operettenkomponist (Musikalische Ausbildung an der Wittenberger Stadtpfeiferei unter Rudolph Kleinow von 1882–1886)
Sonstiges
Die Stadt erhielt mit den Jahren zwei Identifikationsnamen, den ersten wegen des Nähmaschinenwerkes - „Wittenberge Stadt der Nähmaschinen“ und den zweiten, da die meisten Arbeiter des Nähmaschinen- und des Zellwollwerks, aber auch die der Ölmühle ihren Arbeitsweg mit dem Fahrrad bestritten, „Fahrradstadt Wittenberge“, und seit 2000 zunehmend „Festspielstadt Wittenberge“.
Wittenberge ist beliebter Drehort diverser Filmproduktionen (historische Bausubstanz-Kulissen) u. a.:
- Yella mit Nina Hoss, Hinnerk Schönemann und Devid Striesow, Regie Christian Petzold (2007)
- Neger, Neger, Schornsteinfeger mit Veronica Ferres (2005)
- Kleinruppin forever mit Tobias Schenke, in einer Nebenrolle: Heiko Reissig (2004)
- Crazy Race 2 – Warum die Mauer wirklich fiel mit Wolke Hegenbarth, Kathy Karrenbauer, Daniel Küblböck, Mundstuhl und Dirk Bach (2004)
- Der Verleger mit Heiner Lauterbach (2001)
- Toter Mann mit Nina Hoss, André Hennicke und Sven Pippig (2001)
- Karbid und Sauerampfer mit Erwin Geschonneck und Marita Böhme (1963), Regie Frank Beyer
Quellen
- ↑ Ergebnisse der Bürgermeisterwahl in Wittenberge vom 9. März 2008
- ↑ laut der Verordnung des Landkreises Prignitz über Naturdenkmale in der Stadt Wittenberge (Beschluss Nr. 607-35/97 des Kreistages des Landkreises Prignitz vom 11.12.1997)
- ↑ Dieter Buck-Gramcko. In: Ein Leben für die Handchirurgie (Kapitel: Otto Hilgenfeldt). 2007, S. 103-106 (doi:10.1007/978-3-7985-1777-6_26).
Weblinks
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