- Kommis
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Kommis (auch Commis) ist eine Bezeichnung für einen Kontoristen, Handlungsgehilfen oder kaufmännischen Angestellten in älterer Literatur, beispielsweise bei Gustav Freytag, Thomas Mann, Charles Dickens, Franz Kafka, Robert Walser und Erich Kästner oder in Krieg der Welten von H. G. Wells, auch in der französischen Form Commis zu finden. Die in den Büroräumen arbeitenden Commis hatten nach ihrer Lehre einen Zwölf-Stunden-Tag und mussten mit der Hand schreiben, denn die bereits 1873/1874 fabrikmäßig hergestellten Schreibmaschinen zogen erst 1894 in die Kontorhäuser ein.[1]
In der Gastronomie werden mit Commis de cuisine Jungköche und Beiköche in der Küche sowie als Commis de Rang junge, rangniedrige Kellner bezeichnet.
Im Ersten Weltkrieg sollte der Begriff, wie viele damals gängige französische Bezeichnungen, nicht länger benutzt werden.
Einzelnachweise
- ↑ N. Fischer, H. Vollmer-Heitmann, E. Verg, E. Ch. Schütt: Chronik Hamburg, Bertelsmann Lexikon Verlag Gütersloh/München, 2. Auflage 1997, S. 300, ISBN 3-577-14443-2
Siehe auch
Kategorien:- Historischer Beruf
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