Aneurysmatische Knochenzyste
- Aneurysmatische Knochenzyste
-
| Klassifikation nach ICD-10 |
| M85.4 |
Solitäre Knochenzyste |
| M85.5 |
Aneurysmatische Knochenzyste |
| K09.1 |
Entwicklungsbedingte (nichtodontogene) Zysten der Mundregion |
| K09.2 |
Sonstige Kieferzysten
Aneurysmatische Zyste des Kiefers |
| K10.0 |
Entwicklungsbedingte Krankheiten der Kiefer
Latente Knochenzyste des Kiefers |
| ICD-10 online (WHO-Version 2006) |
Eine Knochenzyste ist eine gutartige tumorähnliche Knochenläsion, welche einen flüssigkeitsgefüllten Hohlraum im Knochen darstellt. Radiologisch erkennt man hier im Röntgenbild eine ein- oder mehrkammerige Aufhellung.
Man unterscheidet:
- Einfache (juvenile) Knochenzyste: Gutartige, primär einkammerige, flüssigkeitsgefüllte Höhle, meist im metaphysären Markraum. Wird meist erst durch Spontanfraktur auffällig. Klassisches Röntgenzeichen ist das Fallen-Fragment-Sign.
- Aneurysmatische Knochenzyste (AKZ): Gutartige, mehrkammerige Knochenläsion, welche entweder de novo als primäre AKZ oder sekundär als Begleitbefund anderer Knochenprozesse (auch bösartiger!) entsteht. Klassischer Befund in der MRT ist die "Spiegelbildung" des Zysteninhaltes, also Flüssigkeit-Flüssigkeitsspiegel mit unterschiedlichen Signalintensitäten.
Therapie
- Einfache (juvenile) Knochenzyste: Das heute etablierte Verfahren ist die intramedulläre Osteosynthese (Prevot-Nagelung) des Knochens. Hierbei wird eine entstandene Fraktur stabilisiert, die Knochenzyste erhält gleichzeitig einen Reiz auszuheilen.
Literatur
- Freyschmidt J., Skeletterkrankungen: Klinisch-radiologische Diagnose und Differentialdiagnose. 2. Aufl. 1997, Springer, ISBN 3-540-61601-2
- Bohndorf K., Imhof H., Fischer W., Radiologische Diagnostik der Knochen und Gelenke, 2. Auflage 2006, Thieme, ISBN 3-13-110982-3
Siehe auch: Knochentumor
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