Neuhauser Speisekanal

Neuhauser Speisekanal

Der Neuhauser Speisekanal (NSK) ist ein 2,81 km langer[1] Kanal in Brandenburg, der die Spree von Schleuse Neuhaus mit dem Oder-Spree-Kanal bei km 96,21 verbindet. Er ist eine Bundeswasserstraße der Wasserstraßenklasse I und gehört rechtlich zur Spree-Oder-Wasserstraße[2], für die das Wasser- und Schifffahrtsamt Berlin zuständig ist.

Inhaltsverzeichnis

Bau und Funktion

Der Kanal ist ein Reststück des bereits 1558 begonnenen Kaisergrabens als erster Bauabschnitt des späteren 1668 mit der Neuhauser Schleuse fertiggestellten Friedrich-Wilhelm-Kanals von Neuhaus an der Spree bis Brieskow an der Oder. Nach der Eröffnung des Oder-Spree-Kanals 1891 wurde 1892 das Pumpwerk Neuhaus errichtet. Mittels dieses Pumpwerks wird über den Neuhauser Speisekanal Wasser aus dem Wergensee in die Scheitelhaltung des Oder-Spree-Kanals gepumpt. Damit kann, trotz Abfluss durch die Schleusungen, der Wasserstand des Oder-Spree-Kanals in seinem höchstgelegenen Teilstück gehalten werden. Da jedoch die Wasserversorgung Berlins durch die Spree nicht gefährdet werden darf, kann seit 1917 mit dem Pumpwerk Fürstenberg in Trockenzeiten auch Oderwasser zur Versorgung der Scheitelhaltung herangezogen werden.

Der Kanal wird überwiegend von Fahrgastschiffen und Sportbooten genutzt.

Quellen

Einzelnachweise

  1. Längen (in km) der Hauptschifffahrtswege (Hauptstrecken und bestimmte Nebenstrecken) der Binnenwasserstraßen des Bundes, Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
  2. Verzeichnis E, Lfd.Nr. 55 der Chronik, Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes

Literatur

  • H.-J. Uhlemann, Berlin und die Märkischen Wasserstraßen, DSV-Verlag Hamburg 1994

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