Praxissemester

Praxissemester

Das Praxissemester ist Teil des Hauptstudiums an Hochschulen und soll den Studenten erste Einblicke in die Wirtschaft, in die Schule oder in andere Praxisfelder verschaffen. Für die Dauer des Praxissemesters sollen die Studenten Ihrem Studiengang entsprechend im Unternehmen oder der Schule mitwirken sowie Aufgaben und Verantwortung übernehmen. Üblicher Weise schließt das Praxissemester mit einem Vortrag und einem Bericht ab, was aber je nach Hochschule variiert.

Des Weiteren werden die Studenten durch einen Professor betreut. In Sonderfällen, etwa wenn der Student keine Stelle findet, kann das Praxissemester auch an der Hochschule selbst absolviert werden. Dies sollte aber vermieden werden, da durch das Praxissemester erste Kontakte geknüpft werden, die den späteren Berufseinstieg erheblich erleichtern können.

Das Praxissemester kann an manchen (Fach)hochschulen auch ein Auslandssemester sein.

Inhaltsverzeichnis

Schulisches Praxissemester (Baden-Württemberg)

Das Praxissemester ist verpflichtend für alle Studierenden, die ihr Studium mit allgemein bildenden Fächern ab dem Wintersemester 2000/2001 aufgenommen haben. Mit beruflichen Fächern ist es verpflichtend, wenn das Studium ab dem Sommersemester 2002 aufgenommen wurde.

Es ist in die neue Struktur der Lehrerbildung im höheren Dienst mit einem 18 Monate dauernden Vorbereitungsdienst (Referendariat) eingebunden. Deren Ziel ist eine stärkere Verzahnung der Phasen der Ausbildung durch eine frühere Auseinandersetzung mit berufsfeldbezogenen Fragen der Pädagogik und Fachdidaktik.

Im Praxissemester arbeiten Hochschulen, Universitäten, Seminare für Didaktik und Lehrerbildung und Schulen in der Ausbildung und Betreuung der Praktikanten unmittelbar zusammen und ergänzen einander.

Das Praxissemester dient der Berufsorientierung und Stärkung des Bezugs zur Schulpraxis bei den Lehramts-Studierenden. Es soll ein frühzeitiges Kennenlernen des gesamten Tätigkeitsfeldes Schule unter professioneller Begleitung ermöglichen. Die Praktikanten sollen sich mit dem Schulalltag, verschiedene Unterrichtssituationen, verschiedenen Lehrerprofilen und spezifischen Belastungen des Berufs vertraut machen und sich somit ein Bild von ihrer (Nicht-)Eignung für den Lehrberuf machen können.

Das Praxissemester steht grundsätzlich auch Studierenden eines Magister- oder Diplomstudiengangs offen, sofern sich diese für das schulische Lehramt interessieren und ausreichende Kapazitäten an den Schulen vorhanden sind.

Blockform

Die Blockform ist der Regelfall des Praxissemesters, denn eine zusammenhängende Praxiszeit bietet die beste Möglichkeit, die Schulpraxis wirklich kennenzulernen und am Schulleben in jeder Form teilzunehmen. Das Praxissemester in Blockform beginnt zum Schuljahresbeginn im September und dauert 13 Wochen bis zu den Weihnachtsferien.

Modulform

Wer aus studientechnischen (z.B. durch die Studienorganisation in den Naturwissenschaften) oder anderen Gründen das Praxissemester nicht im Block absolvieren kann, kann auch die modulare Form mit 2 Modulen in der vorlesungsfreien Zeit wählen. Modul 1 (6 Wochen): Vom Schuljahresbeginn im September bis zum Beginn der Lehrveranstaltungen des Wintersemesters im Oktober. Dieses Modul wird gemeinsam mit den Praktikanten des Blockpraxissemesters absolviert. Modul 2 (7 Wochen): Zwischen Winter- und Sommersemester Mitte Februar bis Mitte April. Modul 2 folgt immer auf Modul 1; Modul 2 wird im Frühjahr des auf das Herbstmodul folgenden Frühjahrs absolviert, spätestens jedoch im Frühjahr des darauffolgenden Jahres. Modul 2 findet an derselben Schule und, soweit möglich, beim selben Ausbildungslehrer statt.

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Praxissemester – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

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