Bahnstrecke Jhrhove–Nieuwe Schans

Bahnstrecke Jhrhove–Nieuwe Schans
Leer–Groningen
Kursbuchstrecke (DB): 397
Streckennummer: 1575
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Legende
Strecke – geradeaus
aus Emden und aus Oldenburg
Bahnhof, Station
Leer
Brücke über Wasserlauf (groß)
Leda
Bahnhof ohne Personenverkehr – Dienststation, Betriebs- oder Güterbahnhof
Ihrhove
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
nach Münster
Hilkenborg
Brücke über Wasserlauf (groß)
Friesenbrücke (Ems)
Bahnhof, Station
Weener
Möhlenwarf
Bunde
Grenze
Deutschland/Niederlande
Bahnhof, Station
Nieuweschans
Ulsda
Brücke über Wasserlauf (groß)
Winschoterdiep
Bahnhof, Station
Winschoten
Heiligerlee
Bahnhof, Station
Scheemda
Brücke über Wasserlauf (groß)
A.G. Wildervanckkanaal
von Stadskanaal (Ort)
Bahnhof, Station
Zuidbroek
Scholten
Bahnhof, Station
Sappemeer Oost
Bahnhof, Station
Hoogezand-Sappemeer
Bahnhof, Station
Martenshoek
Bahnhof, Station
Kropswolde
Westerbroek
Abzweig – in beide Fahrtrichtungen: nach links
nach Zwolle
Bahnhof, Station
Groningen Europapark
Bahnhof, Station
Groningen
Strecke – geradeaus
Nach Leeuwarden, Delfzijl und Roodeschool

Die Bahnstrecke Leer–Groningen ist eine dieselbetriebene Nahverkehrsstrecke, die die Provinzhauptstadt Groningen im Norden der Niederlande mit dem Bahnknoten Leer und so mit dem Eisenbahnnetz im Nordwesten von Niedersachsen verbindet. Sie ist die nördlichste Eisenbahnverbindung zwischen den Niederlanden und Deutschland, hat aber nur eine geringe überregionale Bedeutung. Wichtige Zwischenstationen sind Weener, Winschoten und Hoogezand. Seitdem es keine Grenzkontrollen mehr gibt und durchgehende Fahrten angeboten werden, ist der Grenzbahnhof Nieuweschans (Neuschanz) unbedeutend geworden. Der Teil des niederländischen Abschnitts westlich von Zuidbroek ist zweigleisig.

Der niederländische Abschnitt von Groningen bis Nieuweschans wurde von 1863 bis zum 1. November 1868 von den Niederländischen Staatsbahnen eröffnet. Der deutsche Abschnitt, den die Großherzoglich Oldenburgischen Staatseisenbahnen erbauten, folgte am 26. November 1876.

Das bedeutendste Bauwerk der Strecke ist die Friesenbrücke über die Ems östlich von Weener. Sie muss bei der Überführung von Kreuzfahrtschiffen der Papenburger Meyer-Werft mit Schwimmkränen teilweise beiseite gehoben und wieder eingehängt werden, der Bahnverkehr ist dann tageweise unterbrochen.

Der deutsche Abschnitt galt lange als stillegungsgefährdet, in den 1990er Jahren wurde der Zugverkehr zeitweise eingestellt. 2002 wurde er wieder aufgenommen, jedoch mussten wegen unterschiedlicher Signalsysteme und älterer, nur in jeweils einem Staat zugelassener Triebwagen an der Grenze umgestiegen werden.

In einer der ersten internationalen Ausschreibungen von Nahverkehrsleistungen wurde die Verbindung an die britische Arriva vergeben, die seit 2006 wieder durchgehenden Verkehr anbietet. Während in den Niederlanden meist alle halbe Stunde gefahren wird, herrscht östlich der Grenze ein Zwei-Stunden-Takt.

Weblinks

http://www.westbahn.de/bahn/bahnplaene/goe-ow/goe-ow.html - Einige historische Aufnahmen


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