Vence

Vence
Vence
Wappen von Vence
Vence (Frankreich)
Vence
Region Provence-Alpes-Côte d’Azur
Département Alpes-Maritimes
Arrondissement Grasse
Kanton Vence
Koordinaten 43° 43′ N, 7° 7′ O43.7227777777787.1136111111111320Koordinaten: 43° 43′ N, 7° 7′ O
Höhe 320 m (40–1.033 m)
Fläche 39,23 km²
Einwohner 19.247 (1. Jan. 2008)
Bevölkerungsdichte 491 Einw./km²
Postleitzahl 06140
INSEE-Code
Website Stadt Vence

Blick auf Vence

Vence ist eine französische Stadt mit 19.247 Einwohnern (Stand 1. Januar 2008) im Département Alpes-Maritimes in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Vence liegt im Arrondissement Grasse und ist der Verwaltungssitz des Kantons Vence. Der Ort bedeckt eine Fläche von 39,23 km². Die Einwohner von Vence sind die Vençois. Vence gehört zu den berühmten Reisezielen in der Provence, es thront hoch oben auf einem Felsen, ist von der Küste schnell erreichbar und hat den Charakter eines kaum berührten Voralpenstädtchens.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Schon früh von ligurischen Kelten besiedelt, wurde die Gegend 16 v. Chr. von den Römern erobert und als Provinz Alpes Maritimae dem römischen Reich einverleibt. Vence wurde eine bedeutende römische Siedlung, von der noch viele Funde zeugen. Auch die Fundamente der Kathedrale sind römischen Ursprungs.

Mit der Verbreitung des Christentums wurde Vence Bistum. In der römischen Civitas Vintium gab es ab dem 4. Jahrhundert einen Bischof. Diese kleinste Diözese Frankreichs bestand bis zur Französischen Revolution (siehe auch: Liste der Bischöfe von Vence).

Nach Karl dem Großen gehörte Vence zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. 1481 wurde die Provence Frankreich angegliedert und Vence damit französisch. Im 16. Jahrhundert ließ Franz I. die Stadt verschönern. Während der Religionskriege blieb Vence katholisch.

Das 20. Jahrhundert brachte Vence – angezogen vom angenehmen Klima und dem besonderen Licht – den Tourismus und die Künstler, wodurch die Stadt einen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung erlebte.

Im Jahr 1933 kauft das Ehepaar Freinet ein Grundstück im Viertel Le Pioulier und errichtet dort die Ecole Moderne (heute: Ecole Freinet), um dort eigene reformpädagogische Ideen umzusetzen.[1]

Sehenswertes

Die ganze Altstadt ist von einer Stadtmauer umschlossen, durch die zahlreiche Tore ins Innere der Stadt führen. Eines der bekanntesten ist wohl die Porte de Peyra. Der Weg in die Altstadt führt über die Place du Grand-Jardin und die Place du Frene, wo eine riesige Esche steht, die 1538 gepflanzt wurde.

Städtepartnerschaften

Vence pflegt Partnerschaften zu den Städten

Persönlichkeiten

Eine Vielzahl von Künstlerinnen und Künstlern wählte Vence zum Wohnort.

  • Maurice Boitel (1919–2007), französischer Maler
  • Henri Calet (1904–1956), Schriftsteller
  • Marc Chagall (1887–1985), weißrussisch-französischer Maler
  • Raoul Dufy (1877–1953), französischer Maler
  • Célestin Freinet (1896–1966), Pädagoge
  • Witold Gombrowicz (1904–1969), polnischer Schriftsteller
  • Curd Jürgens (1915–1982), deutsch-österreichischer Film-, und Bühnenschauspieler
  • D. H. Lawrence, (David Herbert Lawrence) (1885–1930), englischer Schriftsteller
  • Henri Matisse (1869–1954), französischer Maler
  • Jacques Raverat (1885–1925), Künstler, und Gwen Raverat (1885–1957), Künstlerin und Schriftstellerin
  • Ida Rubinstein (1885–1960), russische Tänzerin, Schauspielerin und Choreografin
  • René Schickele (1883–1940), deutsch-französischer Schriftsteller, Essayist und Übersetzer

Einzelnachweise

  1. Ecole Freinet

Weblinks

 Commons: Vence – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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