IN FORM

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IN FORM - Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung ist ein Nationaler Aktionsplan der Bundesregierung zur Verbesserung des Ernährungs- und Bewegungsverhaltens in Deutschland.

Inhaltsverzeichnis

Hintergrund

Der Aktionsplan wurde in einem Abstimmungsprozess von Bund, Ländern und Verbänden erarbeitet und im Juni 2008 per Kabinettsbeschluss verabschiedet[1]. Der Nationale Aktionsplan „IN FORM“ entwickelt erstmals eine Gesamtstrategie, mit der die Vielzahl an einzelnen Aktivitäten im Bereich Ernährung und Bewegung von Bund und Ländern sowie Kommunen, Forschungseinrichtungen, Vereinen und Institutionen gebündelt und koordiniert werden soll.


Zusätzlich werden im Rahmen von IN FORM mit sogenannten Initialmaßnahmen in fünf Handlungsfeldern entwickelt:

  • Vorbildfunktion der öffentlichen Hand,
  • Bedeutung von Bildung und Aufklärung,
  • Bewegung im Alltag,
  • Qualitätsverbesserung bei der Verpflegung außer Haus und
  • Impulse für die Forschung

Mit „IN FORM“ soll in Deutschland ein Umfeld geschaffen werden, in dem ausgewogene Ernährung und ausreichende Bewegung in allen Lebensbereichen fest verankert sind. Die federführenden Bundesministerien (Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz/BMELV und Bundesministerium für Gesundheit/BMG) wollen mit einer nationalen Strategie alle Bevölkerungsgruppen nachhaltig zu einem gesünderen Lebensstil motivieren. Dadurch will man erreichen, dass Erwachsene gesünder leben und Kinder gesünder aufwachsen.

Ausgangslage

Die Bundesregierung sieht die Notwendigkeit eines nationalen Aktionsplans im Anstieg von Krankheiten, die in Zusammenhänge mit ungesunder Ernährung und Bewegungsmangel gebracht werden. Gerade das Risiko für Krankheiten wie Diabetes Typ II, Herz-Kreislauf-Erkrankung und Stoffwechselstörung steigt durch das Missverhältnis einer unausgewogenen Ernährung und zu wenig Bewegung an. Die Initiatoren stützen sich unter anderem auf Erkenntnisse der WHO[2], des Kinder- und Jugendgesundheits-Surveys (KiGGS)e und der Gesundheitsberichterstattung des Robert Koch-Instituts und der Nationalen Verzehrsstudie[3].

Ziele

Ernährungs- und Bewegungsverhalten sollen in Deutschland bis 2020 nachhaltig verbessert werden. Dazu sollen in den folgenden Teilzielen Fortschritte erzielt und überprüft werden:

  • Positive Ansätze für gesunde Ernährung und ausreichende Bewegung sollen gebündelt und auf gemeinsame Ziele ausgerichtet werden. Die Macher von IN FORM wollen die Umsetzung regelmäßig überprüfen.
  • Es sollen Strategien und Maßnahmen entwickelt werden, die das individuelle Verhalten einbeziehen und die regionale und nationale Ebene berücksichtigen.
  • Es sollen dauerhafte Strukturen geschaffen werden, die es Menschen ermöglichen oder erleichtern, einen gesundheitsförderlichen Lebensstil zu führen.

Die Initiative IN FORM richtet sich an die gesamte Bevölkerung. Die Menschen sollen dort erreicht werden, wo sie leben, arbeiten, lernen und spielen. Der Schwerpunkt der Initiative liegt dabei auf den „Lebenswelten“. Dabei geht der Aktionsplan verstärkt zielgruppenorientiert vor. Es gibt innerhalb des Aktionsplans z.B. sowohl eine eigene Schwerpunktsetzung für die Bedürfnisse älterer Menschen als auch gezielte Initiativen für Kinder. Im Bundeshaushalt sind vorerst für die Jahre 2007–2010 sowohl für das BMELV als auch für das BMG Haushaltmittel in Höhe von jeweils 5 Millionen Euro pro Jahr vorgesehen.

Bekannte Projekte

  • AID Ernährungsführerschein
  • Unser Verein in Form
  • FIT KID – Die Gesund-Essen-Aktion für Kinder
  • Schule + Essen = Note 1
  • Job & Fit – Mit Genuss zum Erfolg
  • Fit im Alter
  • Aktionsbündnisse Gesunde Lebensstile und Lebenswelten
  • Netzwerk Junge Familie - Gesund ins Leben
  • Zentren für Bewegungsförderung
  • verschiedene Modellvorhaben zu einzelnen relevanten Aspekten wie Zielgruppenerreichung und Qualitätssicherung
  • Initiative "Leben hat Gewicht – gemeinsam gegen den Schlankheitswahn"

Quellenangaben

  1. BT Drucksache 16/9914
  2. WHO (Hrsg.): Obesity: preventing and managing the global epidemic. Report of a WHO Consultation. In: WHO Technical Report Series. 894, 2000.
  3. Nationale Verzehrstudie, http://www.was-esse-ich.de/uploads/media/NVS_II_Abschlussbericht_Teil_1.pdf

Weblinks


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