Kızıl Elma

Kızıl Elma

Kızıl Elma (oder Kızılelma), der Rote Apfel (im deutschen Schrifttum auch der „Goldene Apfel“), ist ein Symbol imperialer Herrschaft der Türken. Er stand für das legendäre Ziel türkisch-muslimischer Eroberungen. Bei den Osmanen symbolisierte der Rote Apfel entsprechend den imperialistischen Bestrebungen zunächst Konstantinopel, dann Rom und später Wien. Im Album Ahmeds I. (um 1610) wurden zahlreiche Sultane mit dem Roten Apfel in der Hand dargestellt.[1]

Die Herkunft oder Entstehungsgeschichte dieses Ausdrucks oder dieser Vorstellung des Roten Apfels ist nicht geklärt.

Der Rote Apfel weist Übereinstimmungen mit dem Goldenen Globus der christlichen Kaiser und Könige auf und ist ein kulturübergreifendes Symbol.[2]

Vertreter der nationalistischen Strömung des Turanismus lokalisierten den Roten Apfel seit dem frühen 20. Jahrhundert im zentralasiatischen Turan. Heute ist der Rote Apfel vornehmlich ein Symbol turanististischer Sehnsucht.

Einzelnachweise

  1. Ahmed I. Album. TSMK, Bağdat Köşkü, nr. 408, vr. 32a
  2. Hans Lukas Kieser in: Irichard Faber (Hrsg.) Imperialismus in Geschichte und Gegenwart. Würzburg 2005, S. 183

Quellen


Wikimedia Foundation.

Игры ⚽ Поможем сделать НИР

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Evliya Çelebi — (osman. ‏اوليا چلبي‎; * 25. März 1611 im Stadtteil Unkapanı in İstanbul; † nach 1683 auf Reisen, vermutlich in Ägypten) war ein osmanischer Schriftsteller, der in seinem Reisebuch (Seyahatnâme) über seine zahlreichen Reisen im Osmanischen Reich… …   Deutsch Wikipedia

  • Gök Alp — Gökalps Grab in Istanbul Ziya Gökalp, (Geburtsname Mehmed Ziya, ab 1911 unter dem Schriftstellernamen Ziya Gökalp bekannt, * 23. März 1875 oder 1876 in Diyarbakır; † 25. Oktober 1924 in Istanbul) war ein türkischer Denker, politischer Publizist,… …   Deutsch Wikipedia

  • Mehmed II. — Mehmed II. (‏محمد بن مراد‎ / Meḥemmed[1] b. Murād; * 30. März 1432 in Edirne; † 3. Mai 1481 bei Gebze), genannt ‏ابو الفتح‎ / Ebū ʾl Fetḥ /‚Vater der Eroberung‘ und später ‏فاتح‎ / Fātiḥ /‚ …   Deutsch Wikipedia

  • Ziya Gökalp — Gökalps Grab in Istanbul Mehmed Ziya (* 23. März 1875 oder 1876 in Diyarbakır; † 25. Oktober 1924 in Istanbul), ab 1911 unter dem Schriftstellernamen Ziya Gökalp bekannt, war ein türkischer Denker, politischer Publizist, Essayist, Intellektueller …   Deutsch Wikipedia

  • Gökalp, Ziya — ▪ Turkish author pseudonym of  Mehmed Ziya   born March 23, 1876, Diyarbakır, Ottoman Empire [now in Turkey] died Oct. 25, 1924, Constantinople [now Istanbul], Turkey       sociologist, writer, and poet, one of the most important intellectuals… …   Universalium

  • Turkisch — Die Turksprachen – auch türkische Sprachen oder Türksprachen – bilden eine in Eurasien weit verbreitete Sprachfamilie von rund 40 relativ eng verwandten Sprachen mit etwa 150 Mio. muttersprachlichen Sprechern (bis zu 180 Mio. mit Zweitsprechern) …   Deutsch Wikipedia

  • Turkische Sprachen — Die Turksprachen – auch türkische Sprachen oder Türksprachen – bilden eine in Eurasien weit verbreitete Sprachfamilie von rund 40 relativ eng verwandten Sprachen mit etwa 150 Mio. muttersprachlichen Sprechern (bis zu 180 Mio. mit Zweitsprechern) …   Deutsch Wikipedia

  • Turksprache — Die Turksprachen – auch türkische Sprachen oder Türksprachen – bilden eine in Eurasien weit verbreitete Sprachfamilie von rund 40 relativ eng verwandten Sprachen mit etwa 150 Mio. muttersprachlichen Sprechern (bis zu 180 Mio. mit Zweitsprechern) …   Deutsch Wikipedia

  • Turksprachen — Die Turksprachen – auch türkische Sprachen oder Türksprachen genannt – bilden eine in Eurasien weit verbreitete Sprachfamilie von rund 40 relativ nah verwandten Sprachen mit etwa 150 Mio. muttersprachlichen Sprechern (bis zu 180 Mio. mit… …   Deutsch Wikipedia

  • Turksprachig — Die Turksprachen – auch türkische Sprachen oder Türksprachen – bilden eine in Eurasien weit verbreitete Sprachfamilie von rund 40 relativ eng verwandten Sprachen mit etwa 150 Mio. muttersprachlichen Sprechern (bis zu 180 Mio. mit Zweitsprechern) …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”