Rettungsmedaille (Norwegen)

Rettungsmedaille (Norwegen)

Die Norwegische Rettungsmedaille war eine während der Zeit des Zweiten Weltkrieges verliehene norwegische Auszeichnung für die Errettung von Menschen aus Lebensgefahr. Sie wurde am 27. Januar 1944 durch den damaligen Reichskommissar Josef Terboven gestiftet.

Aussehen und Trageweise

Die in Silber geprägte Medaille hat einen Durchmesser von 33 mm und zeigt mittig auf ihrer Vorderseite das erhaben geprägte Wappen des Königreichs Norwegen. Die Rückseite wird von einem kreisrunden Mittelfeld dominiert, welches leer ist. In ihm werden bei Verleihung der Medaille das Datum der Rettungstat sowie der Name des Retters eingraviert. Auf dem äußeren Ring der Rückseite ist geprägt zu lesen: FOR REDNINGSDÄD (dt. FÜR RETTUNGSTAT). Der Schriftzug selber ist mit einem Eichenlaubornament umgeben. Die Rettungsmedaille selber wurde an einem Bande mit einer Querstange oberhalb der linken Brusttasche getragen. Das Ordensband ist dabei 32 mm breit in den norwegischen Flaggenfarben mit den üblichen Maßverhältnissen gehalten. Das heißt, der blaue Mittelstreifen ist 4 mm breit, hat 2 mm breite weißen Kanten und durchschneidet senkrecht ein rotes Feld.

Verliehen wurde die Rettungsmedaille üblicherweise mit einer sehr einfachen Urkunde vom norwegischen Schiffahrtsdepartment. Auf dieser Urkunde war oben das farbige Wappen Norwegens abgebildet und darunter ein fünf-zeiliger Vordruck, wobei die erste Zeile leer war. In ihr sollte der Name des Retters eingetragen werden. Auf den letzten vier Zeile stand ebenfalls in norwegisch: … ist verliehen die Medaille für Rettungstat. Schiffahrtsdepartment, Oslo den ….[1]

Sonstiges

Wie lange die norwegische Rettungsmedaille in dieser Form verliehen wurde, konnte bislang nicht ermittelt werden. Sie wurde jedoch zu einem unbekannten Zeitpunkt von der See-Rettungsmedaille (Norwegen) abgelöst.

Einzelnachweise

  1. Verlautbarung des Stiftungserlasses aus der Zeitschrift Uniform Markt Nr. 6/1944.

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