D2 privat

D2 privat

Die Mannesmann Mobilfunk GmbH, eine Tochtergesellschaft des Mannesmann-Konzerns, bestand von 1990 bis 2002 und war der erste private Telefonanbieter in Deutschland.

Logo Mannesmann Mobilfunk
Logo D2 Mannesmann

Das Unternehmen Mannesmann Eurokom wurde 1990 in Düsseldorf gegründet und startete 1991 als erster Mobilfunkanbieter unter der Marke D2 privat als Konkurrent zur Deutschen Bundespost, welche damals bereits das analoge C-Netz betrieb und ebenfalls eine Lizenz für den Aufbau eines digitales Mobilfunknetzes (später D1-Netz) erhalten hatte. Am 30. Juni 1992 war der kommerzielle Start des D2-Netzes.

Auf der CeBit 1991 kündigte die Firma das digitale Netz D2 privat an, das planmäßig ab 1992 zur Verfügung stand. Die Mobiltelefone wurden zunächst über Fernsehhändler und Kaufhäuser zu einem Preis von knapp unter 3.000 DM angeboten. Mit etwa 200 Antennenstationen begann D2 zunächst in einigen deutschen Großstädten wie Hamburg, Bremen, Hannover, Frankfurt am Main und Stuttgart. Schon Ende 1992 erreichte das D2-Netz 80 Prozent Deutschlands. Die Gebühren lagen unter denen des bestehenden C-Netzes der Post. Von Anfang an waren Übergänge an das Festnetz der Telekom vorgesehen. Seit dem Dezember 1993 schrieb das Unternehmen schwarze Zahlen.

Bei der Deutschen Bundespost wurde der Mobilfunkbereich als Marke D1 zunächst beim Zentralamt für Mobilfunk und nach der Privatisierung bei der Gesellschaft DeTeMobil (seit 2002 T-Mobile Deutschland) des Telekomkonzerns geführt. Daher wandelte sich bei Mannesmann nun auch der Name D2 privat immer mehr zu D2 Mannesmann. Das Wort „privat“ hatte seine Zugkraft verloren. Bis zur Übernahme von D2 Mannesmann durch den britischen Vodafone-Konzern im Februar 2000 wechselten sich D2 Mannesmann und T-D1 in der Marktführerstellung mehrfach ab, seitdem hat T-Mobile Deutschland (Name von T-D1 ab 2002) diese Position inne.

Für Vodafone war dieser Zukauf dennoch ein enormer Schritt nach vorne, zumal mit dieser Erweiterung gleich mehrere Firmenbeteiligungen von Mannesmann an ausländischen Mobilfunkunternehmen mitgenommen wurden. Einige Beteiligungen wurden integriert (z. B. Omnitel in Italien oder SFR in Frankreich) andere Konzernteile mussten aufgrund behördlicher Auflagen verkauft werden (Orange in Großbritannien) oder wurden freiwillig verkauft (Telering in Österreich). Im Januar 2007 nannte Vodafone über 28 Millionen Teilnehmer allein im deutschen D2-Netz.

Mit dem Markenwechsel von D2 zu Vodafone wurde 2002 die Mannesmann Mobilfunk GmbH in Vodafone D2 GmbH umbenannt.

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