Denotation

Denotation
QS-BKS

Diese Seite wird derzeit im Sinne der Richtlinien für Begriffsklärungen auf der Diskussionsseite des Wikiprojektes Begriffsklärungen diskutiert. Hilf mit, die Mängel zu beseitigen, und beteilige dich an der Diskussion! Hinweise zur Überarbeitung: Formatvorlage und FAQ.

Denotation (von lat. denotare: bezeichnen) ist ein mehrdeutiger Ausdruck der Semantik.

Er steht einerseits für eine neutrale Bedeutung (Grundbedeutung) und damit für den inhaltlichen Kern eines Wortes. Gegensatz ist die Konnotation. Die Grundbedeutung überlagert jede subjektive, emotionale und assoziative Nebenbedeutung.

Zum anderen ist Denotation die Bezeichnung (Bedeutung nach Gottlob Frege) im Sinne einer extensionalen Bezugnahme. Gegensatz ist die intensionale Bezugnahme.

Inhaltsverzeichnis

Denotation als situationsunabhängige Grundbedeutung

In der Linguistik wird „Denotation“ als Hauptbedeutung eines Lexems oder einer Aussage von einer möglichen Mitbedeutung (Konnotation) unterschieden. Die Denotation ist also die kontext- und situationsunabhängige Grundbedeutung eines sprachlichen Ausdrucks, während die Konnotation variabel, kontextabhängig und subjektiv ist.

In der Alltagssprache ist keine scharfe Grenzziehung zwischen Hauptbedeutung (explizite Bedeutung) und Nebenbedeutung (implizite Bedeutung) möglich.

Beispiel: Die Denotation von „Nacht“ ist die Zeitspanne zwischen Untergang und Aufgang der Sonne. Konnotationen des Begriffs „Nacht“ sind je nach Kontext: Angst, Einsamkeit, Bedrohung, Schwärmerei, Liebe, Romantik etc.

Denotation als Beziehung zwischen Sprache und Welt(modell)

Von Denotation wird auch im Sinne der „Beziehung zwischen Sprache und Welt“[1] bzw. zwischen Sprache und einem Modell von der Welt gesprochen.

In einem weiteren Sinn ist der Ausdruck „Denotation“ Synonym für den Ausdruck Designation:[2] Ein Ausdruck „denotiert“ (bezeichnet, bedeutet – im Sinne von Frege) einen bestimmten Gegenstand oder Sachverhalt im Sinne einer extensionalen Bezugnahme.

In einem engeren Sinn ist der Ausdruck „Denotation“ Gegenbegriff (Antonym) zum Begriff Designation. Denotation ist dann die Bezugnahme auf einzelne Elemente einer Klasse. Designation die Bezugnahme auf Klassen von Elementen.[3]

Denotation wird auch definiert als „die Relation zwischen einem Lexem … und der Klasse von Personen, Dingen, Eigenschaften, Lokalitäten usw., auf die das Lexem korrekt angewandt werden kann.“[4] Vorgeschlagen wird auch, statt des mehrdeutigen Ausdrucks „Denotation“ von Referenzpotenzial zu sprechen. Diese entspräche der Extension als der Menge aller existierenden und denkbaren Gegenstände, auf die sich ein Wort beziehen kann.[5]

Siehe auch

Literatur

  • Hadumod Bußmann: Lexikon der Sprachwissenschaft. 3., aktualisierte und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 2002. ISBN 3-520-45203-0
  • Albert Keller: Sprachphilosophie.Alber, Freiburg i. Br. 1979/1989.
  • John Lyons: Semantik. Band I. Beck, München 1980. Zur Denotation s. bes. S. 187ff. ISBN 3-406-05272-X
  • Bertrand Russell: On the Meaning and Denotation of Phrases. 1903.

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Denotation – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. Lohnstein: Formale Semantik. 1996. S. 59
  2. Vgl. Lexikon der Sprachwissenschaft. 3. Aufl. 2002. →Denotation.
  3. Bußmann: Lexikon der Sprachwissenschaft. 3. Aufl. 2002. Denotation.
  4. Vater, S. 42.
  5. Vater: Referenz-Linguistik. 2005. S. 14. Auch: Regenbogen, Meyer: Philosophisches Wörterbuch. 2005. Denotation / Konnotation betrachten Denotation und Extension als (mögliche) Synonyme.

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • DÉNOTATION — Terme qui désigne en linguistique l’ensemble des sens d’un signe, objet d’un consentement entre les usagers d’une langue. Il est emprunté à la logique, où il renvoie à l’extension du concept; en linguistique, le terme dénotation n’a d’intérêt… …   Encyclopédie Universelle

  • Dénotation — et connotation Les termes de cet article sont fréquemment amalgamés : discipline de la sémantique : Dénotation , connotation En linguistique le sens ou signifié dénotatif, la dénotation, s oppose au sens ou signifié connotatif, la… …   Wikipédia en Français

  • Denotation — De no*ta tion, n. [L. denotatio: cf. F. d[ e]notation.] The marking off or separation of anything. Hammond. [1913 Webster] …   The Collaborative International Dictionary of English

  • denotation — index connotation, content (meaning), designation (naming), meaning Burton s Legal Thesaurus. William C. Burton. 2006 …   Law dictionary

  • dénotation — DÉNOTATION. s. f. Désignation d une chose par certains signes …   Dictionnaire de l'Académie Française 1798

  • denotation — 1530s, indication, from L.L. denotationem (nom. denotatio), noun of action from pp. stem of denotare (see DENOTE (Cf. denote)). As a term in logic, from 1843 (contrasted with connotation) …   Etymology dictionary

  • denotation — connotation (see under DENOTE) Analogous words: *meaning, signification, significance, sense, acceptation, import …   New Dictionary of Synonyms

  • denotation — [n] meaning, description designation, explanation, implication, indication, signification, specification; concepts 268,682 …   New thesaurus

  • denotation — [dē΄nō tā′shən] n. [LL denotatio] 1. the act of denoting 2. the direct, explicit meaning or reference of a word or term: cf. CONNOTATION 3. an indication or sign 4. Rare a distinguishing name; designation 5. Logic the class of all the particular… …   English World dictionary

  • Denotation — Not to be confused with detonation. This word has distinct meanings in other fields: see denotation (semiotics). For the opposite of Denotation see Connotation. In logic, linguistics and semiotics, the denotation of a word or phrase is a part of… …   Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”