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G4S plc Rechtsform Public limited company ISIN GB00B01FLG62 Gründung 1901 Sitz Crawley, Großbritannien Leitung Nick Buckles (CEO) Mitarbeiter > 625.000 (2010)[1] Umsatz 7,397 Mrd. £ (2010) Branche Dienstleistungen Produkte Geld- und Wertdienste, Sicherheitsdienste, Sicherheitstechnik sowie Bankenservice Website www.g4s.com G4S plc (früher Group 4 Securicor) ist ein britisches Unternehmen mit Hauptsitz in Crawley in der Grafschaft West Sussex in England. Es gehört zu den größten Sicherheitsunternehmen auf der Welt.
Inhaltsverzeichnis
Kennzahlen
Die Gruppe G4S beschäftigte 2006 über 470.000 Mitarbeiter in über 100 Ländern auf allen fünf Kontinenten. Der Umsatz lag 2006 bei 8,525 Milliarden US-Dollar. Bereits 1901 wurde das Vorgängerunternehmen der heutigen G4S gegründet. Am 1. Juni 2007 nannte sich die Group 4 Securicor plc in G4S plc um.[2]
In Deutschland hat das Unternehmen etwa 7.000 Beschäftigte. Der deutsche Ableger wurde durch die Fusion mit Securicor das zweitgrößte Sicherheitsunternehmen im deutschen Markt. Tätigkeitsfelder in Deutschland sind speziell Geld- und Wertdienste, Sicherheitsdienste, Sicherheitstechnik sowie Bankenservice.
In Österreich ist die Erste Wiener Wach- und Schließgesellschaft die größte Tochterfirma. Sie wurde 1904 als GmbH gegründet und ist somit fast gleich alt wie der Vorgänger der G4S.
Geschichte
G4S Geld und Wertdienste hat zum 5. Januar 2007 den Besitzer gewechselt. Der Mutterkonzern hat den deutschen Zweig "Geld- und Wertdienste" an die DBI Holding, veräußert. G4S unterstützt die Eigenständigkeit der verkauften G4S Geld- und Wertdienste GmbH durch die Übernahme bestimmter Altverbindlichkeiten in Höhe von ca. € 8 Millionen und ein Verkäuferdarlehen in Höhe von € 7,9 Millionen.[3] Der Anteilsübergang fand am Montag, dem 8. Januar 2007 statt; über das Transaktionsvolumen wurde Stillschweigen vereinbart.[4]
Anfang 2008 verkündete G4S seinen Rückzug aus dem Markt in Frankreich und Deutschland. Der weltgrößte Sicherheitsdienst Securitas AB hat Interesse an der Übernahme von G4S in diesen Ländern geäußert. Im April 2008 wurde die Techniksparte G4S Sicherheitssysteme an die SECURITAS Tochter SECURITAS Systems GmbH mit Zustimmung des Bundeskartellamtes in Deutschland veräußert.
Eine angestrebte Übernahme mit dem dänischen Unternehmen ISS A/S für 5,2 Milliarden Pfund wurde Anfang November 2011 abgesagt, nachdem die Anteilseigner von G4S ihre Zusage verweigerten.[5]
Kritik
Der Tod des durch drei Sicherheitsbeamte der G4S malträtierten Angolaners Jimmy Mubenga während seiner Abschiebung mit British Airways am Abend des 12. Oktober 2010 hat die Debatte um den Einsatz privater Sicherheitsunternehmen und die Praktiken unmittelbaren Zwangs bei Luftabschiebungen neu belebt. Mubenga soll sich nach Angabe von Passagieren des Fluges über Atemprobleme beklagt haben. Die Gefahr des Todes durch Ersticken durch atembehindernde Techniken (minutenlanges gewaltsames Niederdrücken des Oberkörpers durch mehrere Beamten) ist von mehreren früheren Luft-Abschiebungsfällen bekannt und hätte durch den Einsatz entsprechend qualifizierten Sicherheitspersonals vermutlich verhindert werden können. Das Innenministerium kündigte inzwischen den Vertrag mit G4S.[6]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ [1]
- ↑ G4S plc (Formerly Group 4 Securicor plc): Change of Name
- ↑ Divestment of Cognisa Transportation Inc and G4S Cash Services (Germany)
- ↑ Linklaters berät Group 4 Securicor beim Verkauf der G4S Geld- und Wertdienste GmbH
- ↑ http://www.guardian.co.uk/business/2011/nov/01/g4s-iss-takeover-fails G4S board fails to secure ISS takeover (1. November 2011)
- ↑ The Guardian, Tragedy of Mubenga
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