Georgi Kitow

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Georgi Kitow

Georgi Kitow (bulgarisch Георги Китов; * 1. März 1943 in Dupniza, Bulgarien; † 14. September 2008 in Starosel bei Panagjurischte, Bulgarien) war ein bulgarischer Archäologe und Thrakologe.

Georgi Kitow wurde mit seinem Forschungen über die Thraker international bekannt. Er entdeckte im Jahr 2000 bei Panagjurischte am Oberlauf der Mariza, nördlich von Pasardschik im Sredna-Gora-Gebirge, einen Tempel und eine Grabstätte aus der Zeit des thrakischen Herrschers Sitalkes I. (5. Jh. v. Chr.). Bei einer weiteren Ausgrabung im Tal der thrakischen Könige wurden mehrere archäologische Artefakte aus Gold und Bronze entdeckt. Das gefundene Grab gehörte dem thrakischen Königs Seuthes III. Das Grabmal liegt im Umkreis von Schipka, in der Nähe von Kasanlak und wurde von Kitow "Goljama Kosmatka" benannt. Die nächste Grabstätte wurde in der Nähe von Haskowo gefunden. Das Grab enthält einzigartige Inschriften aus dem 4. Jh. v. Chr. Nahe Sliwen wurde die goldene Maske eines weiteren Königs entdeckt.[1].

In Fachkreisen ist Kitow umstritten. So setzte er bei Ausgrabungen häufig auf Bagger statt auf Spaten und Pinsel, um ein größeres Tempo zu erreichen und Schatzräubern zuvorzukommen.[2] Am Abend des 14. September 2008 verstarb er am archäologischen Fundplatz von Starosel an einem Herzinfarkt.

Schriften

Georgi Kitow hat mehr als 200 wissenschaftliche Arbeiten, Artikel und Studien über die Geschichte, Kultur und Religion der Thraker verfasst.

  • The Valley of the Thracian Rulers, Varna 2005 (2nd edition), 99 pp.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Archäologen entdecken thrakische Goldmaske, Spiegel, 15. Juli 2007
  2. Kulturnachrichten beim Deutschlandradio, 15. August 2008

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