Gottlob Moritz von Wacks

Gottlob Moritz von Wacks
Von Wacks 1800

Gottlob Moriz Christian von Wacks (* 30. Oktober 1720 in Heilbronn; † 15. April 1807 in Heinsheim) war von 1770 bis 1803 Bürgermeister von Heilbronn.

Leben

Er immatrikulierte sich am 7. November 1736 an der Universität Straßburg für Philosophie und Jura. Er war Rechtsbeistand in Heilbronn, dort ab 31. Dezember 1746 als achter bzw. letzter Senator Mitglied des kleinen, inneren Rats („von den burgern“), 1750 rückte er an die sechste und bis 1756 sukzessive auf die erste Senatorenstelle. Am 14. April 1757 wurde er in den Adelsstand erhoben. 1758 wurde er dritter Steuerherr, 1759 zweiter Steuerherr. Vom 22. April 1766 bis 10. Januar 1769 war er Stadtschultheiß. Außerdem war er herzoglich württembergischer Regierungsrat. Von 1770 bis zum Ende der reichsstädtischen Zeit 1803 war er einer der drei wechselweise amtierenden Bürgermeister der Stadt Heilbronn. Zwanzig Amtsjahre war er dabei Amtskollege von Georg Heinrich von Roßkampff.

Wacks hatte zahlreiche weitere Ämter inne: er war Vogt zu Böckingen, Visitator der Apotheker, Jägermeister, Pfleger des Klaraklosters und des Karmeliterklosters, Scholarch, Bibliothekar, Zensor der Buchdruckerei, Oberschützenmeister und Handwerksherr der Barbieren.

Im Jahr 1790 erscheint Wacks mit 40.000 Gulden als einer der größten Schuldner der Stadt Heilbronn.

Er war in erster Ehe mit Dorothea Erna Sophie von Liège verheiratet. Die Ehe blieb kinderlos. In zweiter Ehe war er mit der Tochter des württembergischen Regierungsrats von Pflugk verheiratet. Sie hatten eine Tochter, Charlotte Sophie.

Das Haus von Wacks war Mittelpunkt des geistigen wie musischen gesellschaftlichen Lebens in der Stadt. Hier verkehrte u. a. Otto Heinrich von Gemmingen-Hornberg. Von Wacks wird gesagt, dass er ein Pandämonium sei, in dem sich ausländische und einheimische Geister wie auf den Zauberschlag seines Gebieters zu versammeln pflegten. Auch Schubart rühmt in seiner Biografie die Humanität von Wacks.

Weblinks

Literatur

  • Moriz von Rauch: Heilbronn in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. In: Aus der Heilbronner Stadtgeschichtsschreibung. Ausgewählte Aufsätze zur Geschichte der Stadt Heilbronn aus den Bänden 1–16 des Jahrbuches des Historischen Vereins Heilbronn (Jahrbuch für schwäbisch-fränkische Geschichte). Jahrbuch Verlag, Weinsberg 1988. S. 73–104
  • Harald Hoffmann: Verfassung und Verwaltung der Reichsstadt Heilbronn am Ende des Alten Reiches, in Jahrbuch für schwäbisch-fränkische Geschichte, Band 26, Heilbronn 1969
  • Bernd Klagholz: Heilbronn und seine Bürgermeister in der Zeit vom 16. bis zum 19. Jahrhundert. (Zulassungsarbeit), Tübingen 1980. S. 89

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