Grünlandbotanik

Grünlandbotanik

Grünlandbotanik ist ein Teilgebiet der Grünlandwirtschaft, das sich mit den botanischen Aspekten vorwiegend des Dauergrünlandes (mindestens fünf Jahre alte Wiesen und Weiden) auseinandersetzt.

Wiesen-Aspekt mit Margeriten, Glockenblumen, Pippau, Hahnenfuß und Labkraut

Mehr als die Hälfte der Pflanzenarten Europas kommen allein in der "Landnutzungsform Grünland" (i.w.S.) vor. Aus Gründen der hohen Artenvielfalt (bis zu 70 Pflanzenarten pro 25-m²-Referenzfläche und ein Mehrfaches an Faunentaxa, z. B. Arthropoden) spielt die Grünlandbotanik in Naturschutzfragen, aber auch in der Landschaftsästhetik eine große Rolle. Diese hohe Biodiversität wird durch periodische oder episodische Lichtstellung unterer Vegetationsschichten erreicht.

Problematiken wie Nutzungsintensivierung, Düngung, Gülleeinsatz, Silage, Mahdzeitpunkt des ersten Aufwuchses oder weitere Themengebiete dieses Ökosystems werden hier unter Berücksichtigung geobotanischer und landschaftsökologischer Fragestellungen und nicht aus ökonomischen Ansätzen heraus beantwortet.

Grünlandbotanische Institute existieren z. B. in Deutschland in Freising[1] und Göttingen, Kiel und Bonn.

Weblinks

  1. Aulendorf

Wikimedia Foundation.

Игры ⚽ Поможем написать курсовую

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Berthold Speidel — (* 30. September 1912 in Tübingen; † 19. Mai 1988 in Bad Hersfeld) war ein deutscher Grünlandsoziologe. Inhaltsverzeichnis 1 Leben und Wirken 2 Schriften (Auswahl) 3 Literatur …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”