Gundula Barsch

Gundula Barsch

Gundula Barsch (* 1958) ist eine deutsche Soziologin, Sozialarbeitswissenschaftlerin und Drogenforscherin.

Barsch wurde im Fach Soziologie promoviert und im Fach Sozialpädagogik habilitiert. Sie war 1981 bis 1989 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Akademie der Wissenschaften der DDR, Institut für Soziologie und Sozialpolitik, Forschungsschwerpunkt Lebensweisen, 1989 bis 1991 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Suchtklinik des Wilhelm-Griesinger-Krankenhauses in Ostberlin (Schwerpunkt Alkohol und Alkoholmissbrauch), 1992 bis 1995 Leiterin des Forschungsprojektes Entwicklung des Drogenkonsums unter Ostberliner Jugendlichen und von 1994 bis 1998 Leiterin des Referats Drogen und Menschen in Haft der Deutschen AIDS-Hilfe. Seit 1998 ist sie Professorin im Lehrgebiet Drogen und soziale Arbeit an der Hochschule Merseburg.

Barsch ist Mitglied im Schildower Kreis, einem Experten-Netzwerk, das gegen die Drogenprohibition argumentiert. Sie etablierte den Begriff Drogenmündigkeit in der deutschen Diskussion. 2008 veröffentlichte sie das 'Lehrbuch Suchtprävention: Von der Drogennaivität zur Drogenmündigkeit'.[1]

Werke (Auswahl)

  • Verhext und süchtig: Wahn Macht Sinn, Leipzig: Engelsdorfer Verlag, 2007, ISBN 978-3-939404-41-5
  • Lehrbuch Suchtprävention. Von der Drogennaivität zur Drogenmündigkeit, Geesthacht: Neuland, 2008, ISBN 978-3-87581-267-1
  • Von Herrengedeck und Kumpeltod, Bd. 1., Alkohol - der Geist aus der Flasche, Geesthacht: Neuland, 2009, ISBN 978-3-87581-273-2
  • Drogen und soziale Praxis. - Teil 1., Menschenbilder akzeptierender Drogenarbeit und wie sie sich in Grundbegriffen wiederfinden: ein Lehrbuch für Sozialarbeiter, Lehrer, Erzieher, Eltern, Politiker und alle, die mit Drogenthemen konfrontiert sind, Leipzig: Engelsdorfer Verlag, 2010, ISBN 978-3-86268-062-7

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Verlag Neuland, 2008, ISBN 978-3-87581-267-1

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