Hansaplatz (Hamburg)

Hansaplatz (Hamburg)
Lage in Hamburg

Der Hansaplatz ist ein zentraler Ort im Stadtteil St. Georg.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der pariserisch wirkende Hansaplatz mit dem 17 Meter hohen Brunnen und den Lindenbäumen war schon immer ein zentraler Treffpunkt im Hamburger Stadtteil St. Georg. Der Hansaplatz war von 1927 bis 1943 auch Endstation einiger Straßenbahnlinien (3, 10, 4rot, 22rot) und liegt in der Nähe des Hamburger Hauptbahnhofes.

Die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Bebauung der Ostseite wurde schon in den 1950er Jahren ersetzt, während die Nordseite erst in den 1980er Jahren aufgebaut wurde, so dass der Platz seitdem wieder von geschlossener Wohnbebauung eingerahmt ist.

In den 1990er Jahren war er Treffpunkt von Drogendealern und hatte entsprechend einen anrüchigen Ruf. Seitdem die Drogenszene massiv verdrängt wurde, wird der Platz heute immer mehr von Touristen und Einheimischen unterschiedlicher Milieus bevölkert, zumal er im Schnittpunkt der Langen Reihe und des Hotelviertels in der Bremer Reihe liegt. Seit Mitte 2007 wird der Hansaplatz von mehreren Videokameras überwacht. Nach einer aufwendigen Sanierung ist der neue komplett sanierte und jetzt verkehrsfreie Platz am 26. Juni 2011 fertiggestellt worden.

Überblick der sanierten Platz in 2011
Überblick der sanierten Platz in 2011

Der Brunnen

Der Hansa-Brunnen

Der Bau des Brunnen wurde von dem Bildhauer Engelbert Peiffer (auch Pfeiffer) im Auftrag der Hanseatischen Baugesellschaft verwirklicht. Er beendete am 10. Juli 1878 sein Werk. [1]

Die vier Figuren, die am Hansabrunnen dargestellt sind, sind vier historische Persönlichkeiten, die die Stadt Hamburg geprägt haben: Kaiser Konstantin der Große (Richtung Steindamm), Karl der Große (Richtung Krankenhaus), hl. Erzbischof Ansgar (Richtung Hauptbahnhof) und Graf Adolf III. von Schauenburg und Holstein (Richtung Alster). Darüber die Wappen der Hansestädte Lübeck, Hamburg, Bremen und des Deutschen Reiches. Ganz oben, als krönender Abschluss, ist die Hansa dargestellt, also keine Göttin, auch nicht – wie oft angenommen wird – Hamburgs Schutzpatronin Hammonia, sondern eine Allegorie auf die Stärke und Macht des ehemaligen Hansebundes.

Einzelnachweise

  1. Ernst Christian Schütt: Die Chronik Hamburgs, Dortmund 1991, S. 286.

Weblinks

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