- Heriger von Lobbes
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Heriger von Lobbes (* um 940 in der Grafschaft Flandern; † 31. Oktober 1007 in Lobbes (deutsch Laubach), Belgien) war Geistlicher und Komponist und von 990 bis 1007 Abt der Abtei Lobbes im Hennegau.
Er wurde Mönch und Scholaster (Leiter der Schule) in der Benediktinerabtei von Lüttich. 989 begleitete er Notker, den Bischof von Lüttich und Neffen Kaiser Ottos I., auf dessen Reise nach Rom. 990 wurde er als Nachfolger von Folkwin von Lobbes zum Abt von Lobbes gewählt. Das Kloster und seine Schule blühten unter seiner Ägide weiter auf.
Neben seiner Tätigkeit als Berater Notkers machte Heriger sich auch einen Namen als Verfasser biographischer und hagiographischer Schriften. Daneben wirkte er als Komponist und schuf einstimmige Gesänge, von denen ein Hymnus und zwei Antiphone (Wechselgesänge) überliefert sind.
Werke
- Gesta episcoporum leodiensium, Geschichte der Diözese Lüttich
- Vita Remacli, Biographie des Heiligen Remaclius
- Regulæ de numerorum abaci rationibus, ein mathematisches Werk, das sich unter anderem mit einer Divisionsmethode befasst
Literatur
- Wilhelm Wattenbach: Heriger. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 12, Duncker & Humblot, Leipzig 1880, S. 111.
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