- Kangeq
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Kangeq Kommune Kommuneqarfik Sermersooq Geographische Lage 64° 7′ 0″ N, 52° 4′ 0″ W64.116666666667-52.0666666666670Koordinaten: 64° 7′ 0″ N, 52° 4′ 0″ W Höhe 0 m Einwohner 0 (seit ca. 1960) Zeitzone UTC-3 Kangeq ist eine mittlerweile verlassene Siedlung nahe der grönländischen Hauptstadt Nuuk.
Kangeq liegt ungefähr 15 Kilometer westsüdwestlich von Nuuk auf einer Insel am Ausgang des Nuuk-Fjords. Das Gebiet gehört zur Kommune Sermersooq, bis zu deren Gründung 2009 war es Bestandteil der eigenständigen Kommune Nuuk. Aufgrund ihrer vorgelagerten Lage war die Ortschaft verkehrsgünstig gelegen und lange Zeit ein wichtiger Handelspunkt der Inuit.
In der Umgebung von Kangeq wurden Ruinen aus der Ära der Dorset-Kultur (550 - 1000 n. Chr.) gefunden. Die Inuit dieser Kultur waren hier bis ca. 800 n. Chr. ansässig.
Die europäischen Kolonisten um Hans Egede gründeten nahe bei Kangeq 1721 eine Missionsstation auf der Insel Håbets Ø (Insel der Hoffnung), die 1829 in das neu gegründete Nuuk verlegt wurde.
1822 wurde in Kangeq der Begründer der grönländischen Malerei, der Robbenjäger, Katechet und Erzähler Aron von Kangeq, geboren, der bis zu seinem Tod 1869 hier arbeitete.
In seiner Blütezeit wohnten bis zu 300 Menschen in Kangeq. In den 1960er Jahren wurde die Siedlung jedoch aufgegeben, da in Nuuk Arbeitskräfte gebraucht wurden und die Bevölkerung dorthin abwanderte. Einige Jägerfamilien verbringen hier aber bis heute die Sommermonate, da die Umgebung als äußerst wildreich gilt. Es gibt hier viele Wale, Robben und Rentiere[1].
Heute ist Kangeq ein Ausflugsziel für Touristen, die den Ort mit Booten und Helikoptern von Nuuk aus besuchen[2].
Quellen
- ↑ Kangeq and the Island of HOpe. Nuuk Tourism, abgerufen am 18. März 2008 (englisch).
- ↑ Helicopter trip to Kangeq. Greenland Tourism, abgerufen am 18. März 2008 (englisch).
Weblinks
- Kangeq. arktiskebilleder, abgerufen am 30. Oktober 2008 (dänisch). Historische Bilder aus Kangeq
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