Maurice Lacroix SA

Maurice Lacroix SA
Maurice Lacroix Holding AG
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Unternehmensform Aktiengesellschaft
Gründung 2001
Unternehmenssitz Zürich / Saignelégier, Schweiz
Unternehmensleitung

Martin Bachmann
(CEO)
Peter Brunner
(VR-Präsident)

Mitarbeiter 300 (Stand 2008)
Umsatz ca. 95 Mio. CHF (2004)
Branche Uhren
Produkte

Armbanduhren, Luxusuhren

Website

www.mauricelacroix.com

Model Calendrier Rétrograde von Maurice Lacroix

Maurice Lacroix SA ist ein Schweizer Uhrenhersteller mit Produktionsbetrieben in Saignelégier und Montfaucon. Jährlich werden bei Maurice Lacroix 120'000 Uhren gefertigt, davon 50'000 mit mechanischem Uhrwerk.[1] Das Unternehmen unter der gleichnamigen Holding mit Sitz in Zürich gehört zur Zürcher Desco von Schulthess AG und beschäftigt rund 300 Mitarbeiter, davon etwa 200 am internationalen Hauptsitz in Zürich und den Produktionsstätten in Saignelégier und Montfaucon in der Schweiz. "Maurice Lacroix" war der Name eines Mitglieds des Vorstandes des Mutterunternehmens. Zu der Zeit, als über die Lancierung einer eigenen Uhrenmarke nachgedacht wurde, verstarb er. Ihm zu Ehren wählte man seinen Namen als Markennamen.

Gründung und Firmengeschichte

Gründer der Marke Maurice Lacroix war der Präsident und Delegierte des Verwaltungsrats, der Desco von Schulthess AG, Dr. Peter Brunner. Bis jedoch die ersten Uhren unter dem Namen Maurice Lacroix lanciert wurden, war es noch ein langer Weg.

1961 erwarb die Zürcher Desco von Schulthess AG im jurassischen Saignelégier einen Assemblagebetrieb für die Fertigung von privaten Label-Uhren für den nationalen und internationalen Markt.

1975 durchlitt die mechanische Uhrmacherei angesichts der Quarz-Revolution einer ihrer schwersten Existenzkrisen, als die Marke in Saignelégier gegründet wurde. Dennoch lancierte das Unternehmen in Österreich die erste Uhr unter dem Namen Maurice Lacroix. In den 1980er Jahren wurde ein internationales Vertriebsnetz aufgebaut und in Pforzheim wurde die Deutschland-Zentrale des Unternehmens eröffnet. 1989 erwarb Maurice Lacroix die Schweizer Gehäusefabrik Queloz SA, in der auch für andere namhafte Uhrenmarken Gehäuse produziert werden. Heute ist Maurice Lacroix mit weltweit rund 300 Mitarbeitenden in etwa 3300 ausgewählten Fachgeschäften in über 60 Ländern rund um den Globus vertreten.

Bekannt wurde Maurice Lacroix u.a. mit dem stilisierten M im Signet. Die großen Stärken des Modellangebots lagen damals besonders im mittleren Preissegment, wo sich die überdurchschnittlich gut ausgestatten Uhren aus Saignelegier gegen die Konkurrenz durchsetzen konnten. Die Führungsriege der Desco von Schulthess AG, einem seit 1946 im Vertretungsgeschäft hochwertiger Armbanduhren und seit 1964 mit "Tiara" im Private Label Bereich tätigen Unternehmen, war mit dem Erfolg der Lancierung der Marke Maurice Lacroix höchst zufrieden und betrachteten den Vorstoß von dem damaligen Entwicklungs-Chef René Baumann zur Schöpfung einer Kollektion von mechanischen Uhren mit liebevoll veredelten und zum Teil historischen Uhrwerken zunächst mit Skepsis. Mechanische Uhrwerke schienen zum damaligen Zeitpunkt ein eben erst überwundener Anachronismus ohne Zukunft. Erschwerend kam hinzu, dass sich die Herrenuhren mit mechanischem Innenleben neben den funkelnden, verspielten Pretiosen der Stammkollektion eher etwas unscheinbar ausnahmen. Doch mit der ihm eigenen grossen Überzeugungskraft konnte Rene Baumann sein Konzept von der Rückbesinnung auf die alten, erhaltenswerten Tugenden und Fähigkeiten plausibel machen und endlich durchsetzen. 1985 war damit der gedankliche Grundstein für die künftige Mechanik-Kollektion gelegt, die dann 1990 unter dem Namen Masterpiece Collection eine mechanische Uhren-Kollektion mit technischen Innovationen als Markenzeichen beinhaltete. Als stärkstes Verkaufsargument führte Maurice Lacroix die fein dekorierten, mit gebläuten Schrauben und geschliffenen Brücken versehenen sowie sinnvoll verbesserten Uhrwerke ins Feld. Dekorierte Uhrwerke waren in der Frühzeit des neuen Mechanik Booms bestenfalls von den weit etablierteren Genfer Luxusmarken bekannt. Um dieses Qualitätsmerkmal gebührend zu würdigen, schuf Maurice Lacroix als einer der ersten Hersteller die willkommene Möglichkeit zum Blick ins Uhrwerk durch gläserne Gehäuseböden.

Im Herbst 2001 wurde die Maurice Lacroix S.A., bislang eine Division der Desco von Schulthess AG, zur eigenständigen juristischen Einheit. Seit Januar 2007 gehört Maurice Lacroix innerhalb der Desco Gruppe zur neu gegründeten Desco Luxury Holding AG.

2006 hat Maurice Lacroix sein erstes vollkommen eigenständig entwickeltes Chronographen-Kaliber (ML 106) vorgestellt. Die komplexen Werkkomponenten für mechanische Kaliber werden in eigenen Werkstätten in Montfaucon in der Nähe von Saignelégier gefertigt. Damit kann Maurice Lacroix zu den Schweizer Uhrenmanufakturen gezählt werden.

Einzelnachweise

  1. Handelszeitung, 1. April 2008

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