Minoia

Minoia

Ferdinando Minoia (* 2. Juni 1884 in Italien; † 28. Juni 1940 ebenda) war ein italienischer Rennfahrer, der in seiner auffällig langen Karriere bedeutsame Erfolge erzielen konnte.

Sportliche Erfolge

Im Jahr 1907 konnte Minoia den ersten großen Erfolg in seiner Karriere aufweisen, als er in einem Isotta Fraschini den Coppa Florio gewann. Er legte die 486 Kilometer in 4 Stunden und 39 Minuten zurück und gewann so ein Preisgeld von 50.000 Lira. Anschließend blieb Minoia jedoch zunächst erfolglos, obwohl er an verschiedenen Rennen teilnahm. Nachdem er 1925 den 25. Platz im 24-Stunden-Rennen von Le Mans belegte, erreichte er 1926 in demselben Rennen den beachtlichen vierten Platz. Sein Rennauto war der Officine Meccaniche. In demselben Jahr fuhr er beim Großen Preis von Deutschland im OM mit 161 km/h die schnellste Rennrunde.

1923 erlangte Minoia einige Bekanntheit, weil er als erster Fahrer überhaupt einen Rennwagen mit Mittelmotor, den Benz-Tropfenwagen, nutzte.

Im Jahr 1927 konnte er dann zusammen mit Giuseppe Morandi die erste Mille Miglia in einer Rennzeit von 21 Stunden, 4 Minuten und 48 Sekunden gewinnen.

1931 lobte der internationale Dachverband des Automobils, die Fédération Internationale de l’Automobile, den Preis des European Champion aus. Dieser ging an den Gesamtsieger aus den Großen Preisen von Italien, Frankreich und Belgien. Der damalige Titel des European Champions ist in etwa gleichzusetzen mit dem heutigen Weltmeistertitel der Formel 1.[1] Minoia konnte diesen Titel 1931 als erster Rennfahrer überhaupt gewinnen, ohne dass er einen einzigen Grand Prix gewann. Er setzte sich dabei mit seinem Alfa Romeo nur knapp gegen seinen Alfa-Romeo-Teamkollegen Giuseppe Campari durch.

Einzelnachweise

  1. LEGENDS OF GRAND-PRIX RACING - FROM 1907 TO 1939

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