Měčín

Měčín
Měčín
Wappen von Měčín
Měčín (Tschechien)
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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Plzeňský kraj
Bezirk: Klatovy
Fläche: 3890 ha
Geographische Lage: 49° 29′ N, 13° 25′ O49.48388888888913.409444444444475Koordinaten: 49° 29′ 2″ N, 13° 24′ 34″ O
Höhe: 475 m n.m.
Einwohner: 1.127 (1. Jan. 2011) [1]
Postleitzahl: 335 01 - 340 37
Verkehr
Straße: Klatovy - Blovice
Struktur
Status: Stadt
Ortsteile: 9
Verwaltung
Bürgermeister: Stanislav Skala (Stand: 2007)
Adresse: Farní 43
340 37 Měčín
Gemeindenummer: 556637
Website: www.mecin.cz

Měčín (deutsch Metschin, Mirtschin, Mietschin) ist eine Stadt in Tschechien. Sie liegt zwölf Kilometer nordöstlich von Klatovy und gehört zum Okres Klatovy.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Měčín befindet sich am Oberlauf der Třebýcinka im Schwihauer Hügelland. Nordöstlich erhebt sich der Chlumec (616 m).

Nachbarorte sind Skašov im Nordosten, Radkovice und Osobovy im Osten, Bíluky im Südosten, Nedanice und Třebýcina im Südwesten, Hráz, Mečkov und Malinec im Westen sowie Babice im Nordwesten.

Geschichte

Das Gut Měčín gelangte zum Ende 12. Jahrhunderts an die Herren von Drslavice, die zu dieser Zeit in Westböhmen ansässig wurden und umfangreiche Güter erwarben. Erstmals urkundlich erwähnt wurden Ort und Kirche im Jahre 1352. Seit 1413 wurde Měčín als Stadt bezeichnet, der genaue Zeitpunkt der Verleihung der Stadtrechte ist nicht überliefert. Zum Ende des 15. Jahrhunderts schlug Půta Švihovský die Stadt der Burgherrschaft Švihov zu, später kam Měčín auf zeitweilig zu Roupov. Bei der Aufteilung der Švihover Güter unter Heralt Kavka Říčanský wurde Měčín um 1580 wieder zur selbstständigen Gutsherrschaft, deren Sitz das neue Schloss (Nový hrad) war. Neben der Stadt Měčín unterstanden dem Gut noch die Dörfer Luh und Vlčí. Um 1610 erfolgte der Anschluss des Gutes an die Herrschaft Žinkovy.

Im 18. Jahrhundert förderte Elisabeth Gräfin von Klenová, geb. von Wallmerode den Ort. Zu dieser Zeit wurde bei Měčín auch Bergbau auf Kupfer und Zinn betrieben. Um 1770 wurde das Geschlecht von Vrtba Besitzer von Měčín. Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften wurde die Stadt Měčín 1850 dem Bezirk Nepomuk und später dem Bezirk Přeštice zugeordnet. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges verlor Měčín seine Stadtrechte. 1948 wurde der Besitzer des Gutes, Bohumil Kubec, enteignet. Bei der Verwaltungsreform von 1960 kam die Gemeinde Měčín zum Okres Klatovy. Seit 1992 ist Měčín wieder eine Stadt.

Ortsgliederung

Die Stadt Měčín besteht aus den Ortsteilen Bíluky (Biluk), Hráz (Damm), Měčín (Metschin), Nedanice (Groß Nedanitz), Nedaničky (Klein Nedanitz), Osobovy (Wosobau), Petrovice (Petrowitz), Radkovice (Radkowitz) und Třebýcina (Groß Trebischau) sowie der Ortslage Černovec (Tschernowetz).

Sehenswürdigkeiten

  • Schloss Měčín, die ursprüngliche Feste wurde um 1580 zum Renaussanceschloss umgebaut
  • Kirche St. Nikolaus, das seit 1352 nachweisbare, ursprünglich gotische Bauwerk wurde zwischen 1776 und 1777 durch den Pilserner Baumeister Anton Barth barock umgestaltet
  • barockes Pfarrhaus
  • Statue des Hl. Johannes von Nepomuk aus dem 18. Jahrhundert, vor dem Rathaus
  • Grundschule, Bau im Sezessionsstil
  • Ausstellung des Nationalmuseums Prag über die Fertigung von Holzspielwaren in Skašov, im Rathaus von Měčín
Měčín (links oben) um 1900

Literatur

  • "Das Königreich Böhmen". statistisch torpographisch dargestellt von Gottfried Sommer, Siebenter Band, Klattauer Kreis, Erschienen in Prag J.G.Salveschen Buchhandlung 1839

Weblinks

 Commons: Měčín – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2011 (XLS, 1,3 MB)

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