Nino Jacusso

Nino Jacusso

Nino Jacusso (* 18. April 1955 in Acquaviva Collecroce, Molise, Mittelitalien) ist ein italienisch-schweizerischer Filmemacher.

Jacusso kam mit fünf Jahren in die Schweiz, wo er die Schule besuchte. Im Jahr 1973 studierte er an der Hochschule für Fernsehen und Film München und schloss diese 1977 mit seinem Film "Emigrazione" ab. Es folgten Studien- und Lehraufenthalte in Berlin und Rom. Die Fortsetzung des Abschlussfilmes entstand 1980 als Koproduktion mit dem Filmkollektiv in Zürich unter dem Titel "Ritorno a casa". Jacusso drehte diesen Kino-Dokumentarfilm in seinem Heimatdorf Acquaviva Collecroce (Vodaziva u Cruc), eines von ehemals sieben Dörfern, die vor rund 800 Jahren von Skavonen aus dem südslawischen Raum in Mittelitalien gegründet wurden.

Kurz darauf gründete er mit Franz Rickenbach die Filmproduktionsfirma "Odyssee Film" in Zürich. Es folgte der im Kino erfolgreiche Spielfilm "Klassengeflüster" (1982). Nach einer schwierigen Zwischenphase - Franz Rickenbach und Nino Jacusso trennten sich während der Arbeit am Film "Die Nacht des Schleusenwartes" und führten ihre Filmproduktionsfirma nicht weiter - begann Jacusso bei der Insertfilm AG in Solothurn zu arbeiten. Zunächst war er als freier Mitarbeiter, später in der Geschäftsleitung tätig. Es entstanden die Werke "Bellinvitu - die schöne Einladung" (1990) in Koproduktion mit dem ZDF und über 100 Filme, sowohl kürzere, als auch längere, im Auftragsverhältnis für Firmen, Institutionen und Organisationen. Für das Fernsehen realisierte er den Dokumentarfilm "Dreckige Schweiz, saubere Schweiz" (1995).

Um eigene Projekte konsequenter realisieren zu können, trat Jacusso im Jahr 1999 aus der Geschäftsleitung der Insertfilm AG aus und arbeitete fortan als unabhängiger Filmautor.

Filmographie

Literarische Vorlage
  • 1986: Zeit der Stille
Regie und Drehbuch
  • 1979: Emigration - auch Schnitt
  • 1980: Ritorno a Casa - auch Produktion
  • 1982: Klassengeflüster – auch Schnitt und Produktion
  • 1991: Bellinvitu - Die schöne Einladung – auch Schnitt
  • 2001: Escape to Paradise – auch Schnitt
  • 2007: Federica de Cesco: Mein Leben, meine Welten – auch Schnitt

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