Notwist

Notwist
The Notwist
The Notwist, 2004
The Notwist, 2004
Gründung 1989
Genre Independent, Indietronic, Ambient, Noise Rock, Punk
Website http://www.notwist.de/
Gründungsmitglieder
Gesang, Gitarre Markus Acher
Bass Micha Acher
Schlagzeug Mecki Messerschmidt (bis 2007)
Aktuelle Besetzung
Gesang, Gitarre Markus Acher
Gitarre Max Punktezahl (live, seit 2002)
Bass Micha Acher
Elektronik Martin Gretschmann (seit 1997)
Schlagzeug Andi Haberl (seit 2007)

The Notwist ist eine deutsche Band, die aus Weilheim in Oberbayern stammt. "The Notwist" ist eine der bedeutendsten und erfolgreichsten Bands der deutschen Independent-Szene. Sie ist der Auslöser für die Gründung vieler Weilheimer Bands und Mittelpunkt eines Netzwerkes von mehr oder weniger eng miteinander verknüpften Projekten lokaler Musiker.

Die Mitglieder von "The Notwist" sind oft auch noch in anderen Projekten vertreten oder veröffentlichen solo, unter anderem bei/mit Village of Savoonga, Tied & Tickled Trio, Lali Puna, Ms. John Soda, Potawatomi, Alles wie Groß, Ogonjok, Rayon, 3 Shades of Blues, Hometrainer, 13&God, Bolzplatz Heroes, Schweisser. Viele dieser Bands waren auf dem inzwischen eingestellten Musiklabel Hausmusik vertreten, das oft im Zusammenhang mit "The Notwist" erwähnt wird, auch wenn die Band selber nur einzelne Samplerbeiträge (darunter eine Koproduktion mit Calexico) auf diesem Label veröffentlicht hatte.

Wie schon zu Anfangszeiten, als "The Notwist" als regional bekannte Schülerband agierte, nimmt die Gruppe noch heute im uphon-Studio in Wilzhofen bei Weilheim auf.

Inhaltsverzeichnis

Bandgeschichte

Nach der Bandgründung 1989 erschien das selbstbetitelte Debutalbum im Jahr 1991. Es enthielt musikalisch gesehen eine Mischung aus Punk, Rock und Metal. Noch im selben Jahr ging es auf Tour mit Jesus Lizard und Bad Religion. 1992 erschien auf dem Kultlabel BIG STORE das Nachfolgealbum Nook, das von Carsten la Tendresse vom Musikmagazin Visions die Rezensionswertung 6 aus 5 (sic!) bekam. Ungefähr zeitgleich erschien ebenfalls auf BIG STORE die CD Johnny and Mary, auf der das gleichnamige Lied von Robert Palmer außer von Notwist noch von den Bands The Slumlords, Trash can Trasher und Wurzel aus C gecovert wurde. Diese CD erschien auf dem Landsberger Musiklabel Raffmond.

Nach einer Tour mit Therapy? und Blumfeld sowie der Produktion von diversen Soundtracks kam 1995 das Album 12 heraus, auf dem nun auch erstmals elektronische Instrumente und Computer-Soundschnipsel zum Einsatz kamen, welche von Martin Gretschmann, alias Console (ehemals Toxic) geschaffen wurden. Den ersten 5.000 Kopien der CD lag die Bonus-CD Loup bei, auf der eine Remix-Version des Liedes Torture Day mit dem Gesang von Cindy Dall (Smog) eingespielt war. BIG STORE setzte zum Sprung über den Atlantik an und verschaffte seinen Künstlern mithilfe dieses Albums den internationalen Durchbruch. Zero Hour/MCA lizenzierten 12 für Nordamerika. Weitere Lizenzierungen in der ganzen Welt folgten.

Im Jahr 1997 wurde Martin Gretschmann offiziell als festes Bandmitglied bei Notwist deklariert. 1998 folgte wiederum auf BIG STORE die Veröffentlichung des Albums Shrink, das sich von dem ursprünglichen Stil der Band sehr weit entfernt hat und nun primär Jazz- und Elektronik-Elemente enthielt. Dennoch hatte die Platte einen hohen Wiedererkennungswert, die Band hatte trotz Stilveränderung markante Elemente ihrer Musik behalten. Die anschließende Tour führte Notwist unter anderem mit Stereolab nach England und mit dem japanischen Musikkünstler Cornelius ein weiteres Mal in die USA.

Nach der Produktion von Soundtracks für Absolute Giganten und Crazy wurde 2002 erstmals auch im eigenen Lande lizenziert und das Album Neon Golden wurde von BIG STORE über das Berliner Label City Slang veröffentlicht. Vier Jahre hatte sich die Band zurückgezogen, um ihr neues Studioalbum zu produzieren. Stärker als auf den Vorgänger-Alben kamen auf "Neon Golden" vor allem durch Martin Gretschmann forcierte elektronische Elemente zum Tragen, die zusammen mit dem Gitarren-orientierten Sound der Band und symphonischer Untermalung einen eigenen Soundkosmos generierten.

Es bescherte der Band den bisher größten Erfolg: Es landete auf Platz 10 der deutschen Albumcharts und erhielt den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik 2002. Der Dokumentarfilm ON/OFF THE RECORD von Jörg Adolph über die Entstehung von Neon Golden wurde 2002 auf 3Sat ausgestrahlt und am 3. November 2006 auf DVD veröffentlicht. [1].

Im Sommer 2003 gründete die Band ihr eigenes Musiklabel namens Alien Transistor, auf dem sie die EP Lichter veröffentlicht, die ein Soundtrack zu dem gleichnamigen Film von Hans-Christian Schmid ist.

Am 6. September 2004 erschien die EP Solo Swim, ein gemeinsames Werk von Notwist, Console und Klimek. Gleichzeitig ist sie der Soundtrack zu dem Dokumentarfilm Kanalschwimmer von Jörg Adolph. Diese beiden EPs sind in Vinyl-Form und als MP3-Download erschienen - wie auch die letzte EP von Rayon (Markus Acher), die im Frühjahr 2006 veröffentlicht wurde. Der 2008 erschienenen "Kanalschwimmer"-DVD liegt "Solo Swim" als CD bei. Im März 2005 erschien das Album "13&God", für welches sich die Band gemeinsam mit Themselves des Plattenlabels Anticon zu der Gruppe 13&God formiert hat.

Anfang 2006 begab sich die Band ins Studio, um "The Devil, You + Me", das Nachfolgealbum zu Neon Golden, aufzunehmen. "The Devil, You + Me" erschien am 2. Mai 2008. Während der Aufnahmen ist Gründungsmitglied und Schlagzeuger Martin Messerschmid aus der Band ausgestiegen. Für die Aufnahmen sprang Andi Haberl ein, der die Band auch auf der anschließenden Tour begleitete.

Diskografie

[2]

[3]

Alben

  • 1990: Notwist
  • 1992: Nook
  • 1994: Your Choice Live Series
  • 1995: 12
  • 1998: Shrink
  • 2002: Neon Golden
  • 2008: The Devil, You + Me

EPs

  • ca. 1993: Johnny and Mary
  • 2003: Lichter
  • 2004: Solo Swim

Singles

  • 1997: Chemicals
  • 1997: Day 7
  • 2001: Trashing Days
  • 2002: Pilot
  • 2002: Pick Up the Phone
  • 2004: Different Cars and Trains
  • 2008: Where in This World
  • 2008: Boneless (+ remix by Panda Bear, us-release)

Kollaborationen

DVD

  • 2006: On/Off The Record

Weblinks

Quellen

  1. 3Sat (lin): [1], 31. Oktober 2002
  2. a b c The Notwist bei Musicline.de (Zugriff am 14. Februar 2008)
  3. a b The Notwist bei austriancharts.at (Zugriff am 14. Februar 2008)

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