- Astipalaia
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Gemeinde Astypalea
Δήμος Αστυπάλαιας (Αστυπάλαια)Basisdaten Staat: Griechenland Verwaltungsregion: Südliche Ägäis Präfektur: Dodekanes Geographische Koordinaten: 36° 33′ N, 26° 21′ O36.55805555555626.351666666667Koordinaten: 36° 33′ N, 26° 21′ O Höhe ü. d. M.: 0–506 m Fläche: [1] 114,077 km²Einwohner: [1]) 1.238 (2001Bevölkerungsdichte: 11 Ew./km²[1] Gemeindelogo: Sitz: Chora Astypalea LAU-1-Code-Nr.: 810300 Gemeindegliederung: 11 Gemeindebezirke Website: www.astypalaia.gr Lage in der Präfektur Dodekanes Astypalea (griechisch Αστυπάλαια (f. sg.)) ist eine 96,42 km²[2] große griechische Insel der Südlichen Sporaden in der Ägäis, die zusammen mit einigen unbewohnten Inseln eine Gemeinde in der Präfektur Dodekanes bildet.
Inhaltsverzeichnis
Geografie
Astypalea ist die westlichste Insel der Dodekanes, sie liegt zwischen Kos und Santorin und stellt damit eine Brücke zu den Kykladen dar, was auch an der Dodekanes untypischen Architektur, die sich bereits mehr an der kykladischen orientiert zu erkennen ist. Sie hat eine Größe von rund 97 km² und wird von etwa 1250 Menschen bewohnt. Die Entfernung zur nächsten bewohnten Insel Nisyros beträgt rund 43 Kilometer (etwa 23 Seemeilen), bis zur unbewohnten Insel Syrna, die politisch zur Gemeinde Astypaleas gehört, sind es 35 Kilometer.
Der Umriss der Insel Astypalea ähnelt dem eines Schmetterlings, was der Insel den Beinamen „Schmetterlingsinsel“ eingebracht hat. Sie besteht aus zwei Teilen, die durch eine nur etwa 100 Meter breite Landbrücke verbunden sind. Umsäumt wird Astypalea von etlichen kleinen Felseninseln.
Politisch ist Astypalea eine selbständige Gemeinde der Präfektur Dodekanes in der griechischen Verwaltungsregion Südliche Ägäis. Zum Gemeindegebiet zählen neben der Hauptinsel mehrere unbewohnte kleinere Inseln, darunter Kounoupi, Ofidoussa, Pondikousa und das rund 35 Kilometer südöstlich gelegene Syrna.
Der Hauptort der Insel ist die Chora, die ebenfalls den Namen Astypalea führt, mit dem Hafen Skala (‚Treppe‘)' im Westteil der Insel.
Außer dem Hauptort der Insel mit 1036 Einwohnern sind noch die Siedlungen Analipsis (auch Maltezana) auf der Landbrücke, Vathy im Nordosten der Insel und Livadia nahe dem Hauptort auf dem Westteil Astypaleas bewohnt.
Geschichte
Im Ostteil der Insel, besonders an der Bucht Vathy, sind frühkykladische Siedlungen nachgewiesen, im Westteil wurden mykenische Kammergräber gefunden. Im 5. Jahrhundert v. Chr. gehörte Astypalea zum Attischen Seebund. Die antike Polis lag an der Stelle der heutigen Chora. Im Altertum war die Insel bekannt für ihren Fischreichtum.
Von 1207 (Aufteilung des Byzantinischen Reiches nach dem Vierten Kreuzzug) gehörte die Insel – mit einer Unterbrechung Ende des 13. Jahrhunderts – 330 Jahre lang der venezianischen Adelsfamilie der Quirini. Nach mehrfacher Plünderung durch Piraten, die die Insel entvölkerten und veröden ließen, wurde die Stadt Anfang des 15. Jahrhunderts von Siedlern aus Tinos neu gegründet.
Chaireddin Barbarossa eroberte 1537 Astypalea für das Osmanische Reich. 1658 war Astypalea während des Kriegs um Kreta venezianische Flottenbasis. Der italienische Name der Insel lautete „Stropalia“ oder „Astropalia“.
1821 beteiligten sich die Seefahrer von Astypalea am griechischen Befreiungskrieg, jedoch wurde die Insel unter Selbstverwaltung 1832 wieder dem Osmanischen Reich angeschlossen. 1912 kam sie unter italienische Herrschaft und erst 1947 zusammen mit dem Dodekanes zu Griechenland.
Sehenswürdigkeiten
Oberhalb von Chora liegt ein venezianisches Kastell. Es wurde im 13. Jahrhundert von den Quirini erbaut und nach Zerstörung durch Piratenüberfälle bei der Neugründung Anfang des 15. Jahrhunderts wieder aufgebaut.
Außerhalb der Burgmauer liegt die Kirche „Maria Himmelspförtnerin“ (griechisch Ευαγγελίστρια η Πορταήτισσα, Evangelistria i Portaitissa) aus dem 18. Jahrhundert. Sie gilt als eine der schönsten Kirchen des Dodekanes.
Beim Dorf Maltezana gibt es Überreste eines römischen Bades mit gut erhaltenen Mosaiken. Aus byzantinischer Zeit stammen zahllose Votivkapellen.
Der Tourismus ist auf dieser abgelegenen Insel, die nur schmale Kiesstrände aufzuweisen hat, bisher unterentwickelt. Haupteinkünfte der Inselbewohner sind die Käsewirtschaft (Ziegen- und Schafskäse), der Anbau von Zitrusfrüchten und der Fischfang (u. a. Hummer).
Literatur
- Kaletsch: Astypalaia. In: Siegfried Lauffer (Hrsg.): Griechenland. Lexikon der historischen Stätten.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b c Angaben des griechischen Innenministeriums
- ↑ Astypalea, Ministerium für Handelsmarine, Ägäis und Inselpolitik, griechisch [1]
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