Rebec

Rebec
Rebec nach Michael Praetorius
Wirbelkasten eines dreisaitigen Rebec (Nachbau 1981)
Ein Rabeca-Spieler im heutigen Brasilien

Die Rebec, auch Rebek, Rubeba, ist ein Vorläufer der heutigen Violine und kam wahrscheinlich im Hochmittelalter über Spanien nach Mitteleuropa. Ihr Name geht wie der zahlreicher Saiteninstrumente zwischen Nordafrika und Südostasien auf die arabische Wurzel r-b-b zurück. Die Form ähnelt der afghanischen Halslaute Rubab, unterscheidet sich jedoch von der türkischen Spießlaute Rebab. Die Rebec des 16. und 17. Jahrhunderts ist ohne Bünde.

Inhaltsverzeichnis

Saitenzahl und Stimmung

Die Zahl der Saiten variiert zwischen eins und fünf, wobei drei die häufigste Variante ist. Oft sind sie in Quinten gestimmt z. B. d' a' e". Der Tonbereich ist meist im Sopran bzw. Diskant. Es gab aber etwa im 17. Jahrhundert auch größere Exemplare, so dass es Stücke für Rebec-Konsorts gab, ähnlich wie bei Violen.

Form

Der Korpus ist meist birnenförmig, kann aber auch flach und einer Geige ähnlich sein.

Verwendung

Dass die Rebec kein Instrument der höheren Stände gewesen sein soll und Spielleute damit nur "zum Tanz aufspielten", ist ein gängiges Vorurteil, das sich aus der Rezeptionsgeschichte des Instruments im 20. Jahrhundert ergibt. Das Gegenteil ist der Fall: der Musiktheoretiker des 15. Jahrhundert Johannes Tinctoris gibt der Rebec den Vorrang vor anderen Instrumenten seiner Zeit und schlägt vor, es nur für Sakrale Musik zu verwenden, was u.a. darauf hinweist, dass es zumindest sehr verbreitet und anerkannt in höheren Schichten gewesen sein muss.

birnenförmiger Korpus

Namens- oder bauartverwandte Instrumente

  • Rabeca in Brasilien
  • Robeke, einsaitige Streichlaute der indonesischen Insel Flores
  • Kemençe in der Schwarzmeerregion, auch Lyra genannt
  • Gadulka in Bulgarien
  • Dran-nye oder Dramyin im Himalayagebiet
  • Qanbus im Jemen

Weblinks

 Commons: Rebec – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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