Sigrid Heuck

Sigrid Heuck

Sigrid Heuck (* 11. Mai 1932 in Köln) ist eine deutsche Kinder- und Jugendbuchautorin.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Seit 1949 lebt Sigrid Heuck in Dietramszell (bayrisches Voralpenland) auf einem alten Bauernhof - in der "alten Mühl" - in enger Verbundenheit mit der Natur und mehreren Tieren. Früher betrieb sie auch Pferdezucht. Nach einem Studium der Gebrauchsgrafik besuchte sie die Akademie der bildenden Künste in München. Seit 1959 veröffentlicht sie eigene Bücher und arbeitete anfangs auch als freiberufliche Grafikerin und Illustratorin für Kinder- und Sachbücher anderer Autoren. Seit etwa Ende der 70er Jahre widmet sie sich fast ausschließlich eigenen Veröffentlichungen. Ihre Naturverbundenheit und Pferdeliebe üben einen starken Einfluss auf ihr Leben und ihre Bücher aus.

Literarisches Schaffen

Sigrid Heuck schrieb zuerst vor allem für die Altersgruppe der ca. Sechs- bis Zehnjährigen. Später verlagerte sich der Schwerpunkt ihres literarischen Schaffens in Richtung Jugendbuch. Ihre Themen lassen sich mit den Stichworten Natur, Blick in die Vergangenheit und Leben und Abenteuer in fernen Ländern umreißen. Ihr erstes Buch Mondkuhparadies, das 1959 veröffentlicht wurde, war ein Bilderbuch, dessen Geschichte sie erdacht und gemalt hatte. Es gewann unter anderem 1960 auf der Triennale in Mailand die Silbermedaille.[1] Sigrid Heuck erhielt für mehrere ihrer Werke Literaturpreise und viele ihrer Bücher werden weltweit in fremde Sprachen übersetzt.

Mit einer Auflage von über einer halben Million Exemplaren und mehreren Preisen bleibt Pony, Bär und Apfelbaum (1977) ihr erfolgreichstes Werk. Es richtet sich an Leseanfänger mit einfachen, kurzen Sätzen. Außerdem sind die Schlüsselbegriffe selten ausgeschrieben, sondern sind durch eine Illustration dargestellt.

Auszeichnungen und Ehrungen (Auswahl)

Werke (Auswahl)

  • Das Mondkuhparadies (1959, erstes Buch mit eigenem Text u. eigenen Illustrationen)
  • Cowboy Jim im wilden Westen (Reihe, ab 1968)
  • Zacharias Walfischzahn (1970)
  • Pony, Bär und Apfelbaum (1977)
  • Petah Eulengesicht (1977)
  • Die Reise nach Tandilan (1979)
  • Long John Tabakstinker (1981)
  • Mondjäger (1983)
  • Zum Beispiel Colleen (1985, Neuaufl. u.d.T.: Colleen. Die Geschichte e. Pferdes 2000)
  • Maisfrieden (1986)
  • Saids Geschichte oder der Schatz in der Wüste (1987)
  • Meister Joachims Geheimnis (1989)
  • Die alte Mühl (1991)
  • Tüs abenteuerliche Reise (1994)
  • Der Windglockentempel (1994)
  • Die Perlenschnur (1995)
  • Das Pferd aus den Bergen (1996)
  • Windmähne (1996)
  • Die Prinzessin vom gläsernen Turm (1997)
  • Aminas Lied (1998)
  • Wo geht's nach Dublin? (1998)
  • Der Ritter und die Geisterfrau (2000)
  • Die Inselsucherin (2000)
  • Der Fremdling (2001)
  • Der Elefantenjunge (2002)
  • Irgendwo Nirgendwo (2004)
  • Das geheimnisvolle Bild im Baum (2005)
  • Ein Pferdesommer (2005)
  • Der Elefant des Kaisers (2006)
  • E-Mails aus Afrika (2007)
  • Es war einmal einen Insel oder Das verlorene Paradies (2007)
  • Colleen (2010)

Verfilmungen

  • 1989: Mondjäger

Literatur

  • Olaf R. Spittel: Sigrid Heucks "Saids Geschichte". Laudatio anläßlich der Verleihung des Deutschen Phantastikpreises. In: Quarber Merkur. Franz Rottensteiners unillustrierte Literaturzeitschrift, Nr. 69, Bremerhaven 1988, S. 48–52.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Sigrid Heuck: Pony, Bär und Apfelbaum. 10. Auflage. Thienemann Verlag, Stuttgart 1982 (Text im hinteren Einband, der Autorin und ihr Schaffen vorstellt).

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