Walter Spagerer

Walter Spagerer

Walter Spagerer (* 2. November 1918 in Mannheim-Waldhof) ist ein deutscher Politiker der SPD und Fußballfunktionär.

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Leben und Beruf

Nach dem Schulabschluss absolvierte Walter Spagerer eine Feinmechanikerlehre bei Bopp & Reuther. 1938 musste er zum Reichsarbeitsdienst und wurde dann zur Wehrmacht eingezogen für die er am Russlandfeldzug teilnahm.[1] Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete er wieder bei Bopp & Reuther und wurde 1946 zum stellvertretenden Vorsitzenden des Betriebsrats gewählt. Ab 1951 war er hauptamtlich für die IG Metall tätig, deren Erster Bevollmächtigter in Mannheim er 1961 wurde. Bis 1982 leitete er die Mannheimer Geschäftsstelle. Spagerer ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Politik

1952 trat Spagerer der SPD bei. Von 1968 bis 1972 war er Mitglied des Mannheimer Gemeinderates. Ab 1970 war er im Kreisvorstand der SPD. 1972 wurde er in den Landtag von Baden-Württemberg gewählt, dem er bis 1988 vier Legislaturperioden angehörte. Er vertrat dort den Wahlkreis Mannheim 1. 1991 war er einer der Mitgründer der Mannheimer Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Senioren (ASS)/60 plus.

Gesellschaftliches Engagement

1928 wurde Spagerer Mitglied beim SV Waldhof Mannheim. Von 1979 bis 1996 gehörte er dem Präsidium an und engagierte sich für den Bau des Carl-Benz-Stadions.

Von 1953 bis 1965 war er ehrenamtlicher Arbeitsrichter am Landesarbeitsgericht in Mannheim, außerdem 1965–1972 Schöffe beim Arbeitsgericht Mannheim und 1965–1973 Sozialrichter am Landessozialgericht in Stuttgart.

Ehrungen und Auszeichnungen

1978 wurde Spagerer das Bundesverdienstkreuz am Bande und 1985 das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse verliehen. 1987 wurde er mit dem Mannheimer Bloomaulorden geehrt. 1995 erhielt er von Ministerpräsident Erwin Teufel die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg. Beim SV Waldhof Mannheim erhielt er alle Auszeichnungen, darunter die höchste den Ehrenring in Gold mit Brillant. Die Mannheimer AG60plus ernannte ihn 2001 zu ihrem Ehrenvorsitzendem.[2]

Einzelnachweise

  1. Mannheimer Morgen vom 5. April 2006
  2. Mannheimer Morgen vom 5. September 2001

Literatur

Weblinks


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