Joachim von Carpzov

Joachim von Carpzov

Joachim von Carpzov, auch Carpezan oder Carpensonius (* 1585 in Brandenburg an der Havel; † 1628 in Glückstadt) war ein braunschweigischer Obrist, der im Dreißigjährigen Krieg bis zum königlich dänischen Generalfeldzeugmeister aufstieg.

Carpzov war Sohn des Bürgermeisters der Stadt Brandenburg Simon Carpzow, Stammvater der Gelehrtenfamilie Carpzov. Joachim von Carpzov trat 1618 als Offizier in die Dienste des Grafen von Mansfeld. Carzov nahm unter Mannsfeld an der Belagerung von Stadt Pilsen und den weiteren Feldzügen teil. Er begleitet Mansfeld bis nach Siebenbürgen zu Gábor Bethlen, überquerte den Jablunkapass nach Schlesien, wo er Kosel einnahm, das die Osterreicher jedoch bald zurück gewannen. Bekanntheit erlangte er dadurch, dass er seine Frau wegen Ehebruchs durch den Scharfrichter seines Regiments am 27. Juli 1623 in Lemmingen[1] in Ostfriesland enthaupten ließ. Hierauf trat er in den Dienst von König Christian IV. von Dänemark und wurde dänischer Generalfeldzeugmeister.

Literatur

Weblinks

 Wikisource: Die Mansfelder (Lübsche Sage) – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. Ortslage nicht bekannt. Wüstung ?

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