Ostrau-Friedlander Eisenbahn

Ostrau-Friedlander Eisenbahn
Die Strecke der k.k. priv. Ostrau-Friedlander Eisenbahn

Die k.k. priv. Ostrau-Friedlander Eisenbahn war eine Eisenbahngesellschaft in Österreich, deren Strecken im heutigen Tschechien lagen. Die Strecke der Gesellschaft führte in Nordmähren von Ostrava (Mährisch Ostrau) über Frýdek-Místek (Friedek-Mistek) nach Frýdlant nad Ostravicí (Friedland an der Ostrawitza). Die Gesellschaft wurde 1907 verstaatlicht und ging in den k.k. Staatsbahnen (kkStB) auf.

Geschichte

Am 2. Jänner 1869 erhielten die Herren „Alois Scholz, Ignaz Wondráček, Antion Honvéry und Maximilian Steiner...das Recht zum Baue und Betriebe einer an die Kaiser Ferdinand-Nordbahn anschließenden Locomotiveisenbahn von Mährisch Ostrau nach Friedland“ erteilt. Grundlage der Konzession war das Eisenbahnkonzessionsgesetz vom 14. Dezember 1854. Die Konzessionäre wurden verpflichtet, den Bau der Strecke binnen eines Jahres zu beginnen und binnen zwei Jahren fertigzustellen. Darüber hinaus gestattete die Konzessionsurkunde, dass die Strecke vorerst nur eingleisig ausgeführt werden durfte. Die Verlegung eines zweiten Gleises war erst bei einem jährlichen Rohertrag von 200.000 fl. pro österreicher Meile während zweier aufeinander folgender Jahre gefordert. Die Dauer der Konzession war auf 80 Jahre ab dem Tag der Konzessionserteilung festgelegt, eine Einlösung der Gesellschaft durch den Staat war jedoch schon nach 30 Jahren jederzeit möglich.[1]

Die Strecke wurde am 1. Dezember 1880 eröffnet. Den Betrieb führte die Kaiser Ferdinands-Nordbahn (KFNB) auf Rechnung der Ostrau-Friedlander Eisenbahn mit ihren eigenen Betriebsmitteln aus.

Zum 1. Juni 1888 wurde der Streckenabschnitt von Friedek-Mistek nach Friedland an die KFNB verkauft. Er war fortan Teil einer neuen durchgehenden Hauptbahnverbindung („Städtebahn“) der KFNB von Kremsier (Kroměříž) nach Skotschau (Skoczów).

Am 1. Jänner 1907 wurde die Ostrau-Friedlander Eisenbahn verstaatlicht und die verbliebene Strecke wurde Teil des Streckennetzes der k.k. Staatsbahnen (kkStB).

Literatur

  • Zdeněk Hudec u.a.: Atlas drah České republiky 2006-2007. 2. Auflage; Verlag Pavel Malkus, Praha 2006, ISBN 80-87047-00-1

Einzelnachweise

  1. Reichsgesetzblatt für das Kaiserthum Österreich vom 16. März 1869

Wikimedia Foundation.

Игры ⚽ Нужно сделать НИР?

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Kaschau-Oderberger-Eisenbahn — (k. k. priv. Kaschau Oderberger Bahn; Kassa oderbergi vasut.), teils in Ungarn, teils in Österreichisch Schlesien gelegene Privateisenbahn. Der Sitz der Gesellschaft und der Generaldirektion ist Budapest – für die österreichische Linie besteht… …   Enzyklopädie des Eisenbahnwesens

  • Kaiser Ferdinands-Nordbahn — Die Aufschrift: Kaiser Ferdinand Nordbahn am Hauptbahnhof in Bielitz Biala …   Deutsch Wikipedia

  • Kaiser-Ferdinand-Nordbahn — Die Aufschrift: Kaiser Ferdinand Nordbahn am Hauptbahnhof in Bielitz Biala Der Wiener Nordbahnhof 1908 …   Deutsch Wikipedia

  • Kaiser-Ferdinands-Nordbahn — Die Aufschrift: Kaiser Ferdinand Nordbahn am Hauptbahnhof in Bielitz Biala Der Wiener Nordbahnhof 1908 …   Deutsch Wikipedia

  • Oderfurt — Přívoz …   Deutsch Wikipedia

  • Priwoz — Přívoz …   Deutsch Wikipedia

  • Prziwos — Přívoz …   Deutsch Wikipedia

  • Přívoz — Přívoz …   Deutsch Wikipedia

  • Österreichische Eisenbahnen — (mit Karte). Inhalt: I. Geschichte. II. Geographische Bemerkungen. III. Technische Anlage. IV. Gesetzgebung und Verwaltung. V. Statistik und Literatur. I. Geschichte. Die ältesten Pferdebahnen. Aus den uralten, in ihren ersten Anfängen mehrere… …   Enzyklopädie des Eisenbahnwesens

  • Frýdlant nad Ostravicí — Frýdlant nad Ostravicí …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”