Neue Kantonsschule Aarau

Neue Kantonsschule Aarau
Neue Kantonsschule Aarau
Neue Kantonsschule Aarau, September 2010
Schulform Kantonsschule (Gymnasium)
Gründung 1979
Ort Aarau
Kanton Aargau
Staat Schweiz
Koordinaten (645737 / 248584)47.38658.04435Koordinaten: 47° 23′ 11,4″ N, 8° 2′ 39,7″ O; CH1903: (645737 / 248584)
Schüler ca. 800
Lehrer ca. 110
Website www.nksa.ch

Die Neue Kantonsschule Aarau (NKSA) ist eine öffentliche Mittelschule in Aarau. Sie besteht aus einer Maturitäts- und einer Fachmittelschule. Momentan wird die NKSA von über 800 Schülerinnen und Schülern besucht.

Nach der Einführung gymnasialer Strukturen in den 1970er Jahren hiess sie zunächst Kantonsschule Zelgli. Nachdem sich das damals bereits bestehende Gymnasium[1] auf dem Platz Aarau in den 1980er Jahren die Bezeichnung Alte Kantonsschule Aarau gegeben hatte, änderte 1988/89 die Kantonsschule Zelgli aus Symmetriegründen ihren Namen in Neue Kantonsschule Aarau (NKSA).[2]

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Geschichte der Schule lässt sich bis ins 18. Jahrhundert zurückverfolgen. 1787 wurde in Aarau ein privates Töchterinstitut eingerichtet. Die erste Lehrerin war Dorothea Ziegler. Nach einigen Jahren muss die Schule untergegangen sein. Sie wurde jedenfalls 1822 formell neu gegründet. 1935 erfolgte die Umbenennung zur Töchterschule, wiederum 50 Jahre später die Umwandlung in eine (zweijährige) Diplommittelschule (DMS), die schliesslich anfangs des 21. Jahrhunderts zur (dreijährigen) Fachmittelschule (FMS) ausgebaut wurde. Seit Neuem besteht im Anschluss an die FMS die Möglichkeit, die Fachmaturität zu erwerben, die den Zugang zur Fachhochschule eröffnet.

Die Vorgeschichte des gymnasialen Lehrgangs geht auf das Jahr 1874 zurück. Damals wurde das Lehrerinnenseminar eröffnet. Die Verstaatlichung fand freilich erst 1911 statt.[3] Von 1919 bis 1978 war dem Lehrerinnenseminar eine Übungsschule (1.-6. Klasse) angegliedert. Seit 1902 wurden ausserdem unter der Schirmherrschaft der Kulturgesellschaft des Bezirks Aarau weibliche Fortbildungskurse eingeführt. Daraus entstand das Hauswirtschaftslehrerinnen-Seminar, das anfangs 1960er Jahre nach Brugg überführt wurde.[4]

Die 1960er Jahre brachten zwei grosse Veränderungen: Einerseits wurde die Koedukation eingeführt, anderseits 1965 aufgrund des damaligen Lehrermangels eine Zweigschule in Zofingen eröffnet, die sich aber schon nach wenigen Jahren verselbständigte. 1979 erfolgte die Überführung der seminaristischen Lehrerbildung in die HPL (Höhere Pädagogische Lehranstalt) in Zofingen. Die gleichzeitig aufgebaute Kantonsschule umfasste zunächst die Typen D (neusprachlich) und PSG (pädagogisch-soziales Gymnasium), die seit 2002 vollständig durch Maturitätsklassen nach MAR (eidgenössisches Maturitätsanerkennungsreglement) ersetzt sind.[5]

Besonderes

Architektur, künstlerische Ausstattung:
Der 1955 eingeweihte Altbau im ruhigen Zelgliquartier[6] ist ein Werk der Gebrüder Oeschger[7], deren Namen auch mit der Nationalbibliothek in Bern (1927/31), dem City-Hochhaus in Zürich (1953/58) und mehreren Flughafengebäuden (darunter Kloten 1947/62) verbunden ist.[8]

Kunst im Altbau:
Erwähnenswert sind unter anderem die «Majolika» (Wandkeramik) von Wilhelm Schmid (1892–1978) und eine Glaswand von Max Hunziker (1901–1976),[9]

Personen

Ehemalige Lehrkräfte (Auswahl):

Ehemalige Schüler/Schülerinnen (Auswahl):

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Vgl. Heinrich Staehelin, Die Alte Kantonsschule Aarau 1802-2002, Aarau 2002.
  2. Vgl. Protokolle der Lehrerkonferenzen von 1988 im Archiv der Neuen Kantonsschule Aarau.
  3. Franz Kretz, Schritte aus dem Haus. Anfänge und Jugendzeit der Lehrerinnen-Bildung in Aarau. Aarau 1994.
  4. vgl. Archiv der Neuen Kantonsschule Aarau, Protokolle der Kommission für hauswirtschaftliche Bildungskurse
  5. Vgl. dazu Christian Lerch, Patrick Zehnder, Manuel Pörtner (Hgg.), In 200 Jahren von 1 auf 7. Die Aargauer Kantonsschulen, Aarau 2002.
  6. Vgl. dazu: Stadtmuseum Schlössli Aarau (Hg.), Hausgeschichten aus dem Zelgli, Aarau 2009.
  7. Isabelle Rucki und Dorothee Huber (Hgg.), Architektenlexikon der Schweiz. 19./20. Jahrhundert, Basel 1998.
  8. Vgl. dazu den Nachlass Oeschger im gta-Archiv an der ETHZ
  9. Vgl. dazu: Beat Wismer und Paul-André Jaccard, Werke des 20. Jahrhunderts von Cuno Amiet bis heute. Aargauer Kunsthaus Aarau. Sammlungskatalog Band 2, Aarau 1983.

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