Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen

Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen
Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen
Logo der WIBank Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen
Rechtsform Rechtlich unselbstständige Anstalt in der Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale
Gründung 16. Juli 2009
Sitz Frankfurt am Main und Erfurt

Leitung

  • Herbert Hirschler
  • Michael Reckhard
  • Eckhard Hassebrock
Mitarbeiter 397 (Stand Ende 2009)
Bilanzsumme 7,3 Mrd. EUR (Stand Ende 2009)
Branche Landesförderinstitut
Website www.wibank.de

Die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) ist eine Förderbank des Landes Hessen. Sie ist als rechtlich unselbstständige, wirtschaftlich und organisatorisch selbstständige Anstalt in der Landesbank Hessen-Thüringen einer der drei Geschäftsbereiche, auf denen das Geschäftsmodell der Landesbank basiert.

Die Aufgaben der WIBank reichen von der Förderung des Wohnungs-, Kommunal- und Städtebaus über die Infrastrukturfinanzierung, die Förderung von Umweltschutz, Landwirtschaft, der einzelbetrieblichen, gewerblichen Wirtschaft bis hin zur Finanzierung von Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik sowie von Maßnahmen zur Entwicklung strukturschwacher Gebiete und der Ansiedlung von Unternehmen.

Die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen basiert auf dem „Gesetz zur Neuordnung der monetären Förderung in Hessen“ vom 16. Juli 2009. Mit diesem wurde die Investitionsbank Hessen (IBH) auf die LTH – Bank für Infrastruktur verschmolzen. Das Fördergeschäft der bisherigen IBH und LTH – Bank für Infrastruktur wird in der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen fortgeführt.

Das Gesetz zur Neuordnung der monetären Förderung in Hessen legt fest, dass die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen mit der Gewährträgerhaftung des Landes Hessen ausgestattet ist. Die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen ist gemäß der Grundsätze der Verständigung mit der EU-Kommission über staatliche Garantien deutscher Förderbanken (Verständigung II) aufgestellt und unterliegt dem Grundsatz der Wettbewerbsneutralität.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Mit dem am 16. Juli 2009 in Kraft getretenen „Gesetz zur Neuordnung der monetären Förderung in Hessen“ wurde die Investitionsbank Hessen auf die LTH-Bank für Infrastruktur verschmolzen. Anlässlich der Vorstellung der neuen Geschäftsleitung und der Geschäftsfelder der so entstandenen Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen sagte der Hessische Wirtschaftsminister Dieter Posch am 3. September 2009 in Wiesbaden: „Ziel und Zweck der neuen Wirtschafts- und Infrastrukturbank (WIBank) Hessen ist es, die richtigen Weichen für eine zukunftsfähige Wirtschaftsförderung in Hessen zu stellen. Ganz wichtig dabei ist es aus meiner Sicht, dass es von der Beratung über die Begleitung von Maßnahmen bis hin zur Finanzierung künftig nur noch eine Stelle gibt, mit der man in Hessen in Kontakt treten muss, um monetäre Förderung zu bekommen.“[1]

Kennzahlen

Die Leistungsbilanz der WIBank im Geschäftsjahr 2009 war durch vielfältige Einflüsse geprägt. Neben den internen Auswirkungen der Verschmelzung stand das Jahr 2009 im Zeichen der Finanz- und Wirtschaftskrise. Die WIBank hat das Land Hessen bei seinen Maßnahmen gegen die Krise unterstützt. So hat die auf Hessen bezogene Umsetzung des hessischen Sonderinvestitionsprogramms die Aktivitäten der WIBank deutlich geprägt. Hinzu kamen der auf Hessen entfallende Teil der Realisierung der Fördermaßnahmen von staatlichen Rettungspaketen für bestimmte Unternehmen und die weiterhin hohe Nachfrage des Mittelstands nach Krediten und Bürgschaften. Auch hierauf wurde mit einer Ausweitung der Förderprogramme reagiert.

Neugeschäft nach Geschäftsfeldern in Millionen Euro[2]
Geschäftsfelder Bewilligungen 2008 Bewilligungen 2009
Infrastruktur 883 1.145
Wirtschaftsförderung 713 396
Wohnungs- und Städtebau 367 502
Europäische Strukturfonds 145 144
Landwirtschaftsförderung 299 n/v
Summe 2.407 2.487

Standorte

Die Standorte der WIBank sind Offenbach am Main, Kassel, Wetzlar, Wiesbaden

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Gesetz zur Neuordnung der monetären Förderung in Hessen. Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung am 9. Juli 2009
  2. www.wibank.de: Geschäftsbericht der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen

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