- Djibo Bakary
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Djibo Bakary (* 1922 in Soudouré; † 16. April 1998 in Niamey) war ein sozialistischer Politiker und wurde 1957 der erste Regierungschef und Premierminister des westafrikanischen Staates Niger.
Vom 20. Mai 1957 bis zum 14. Dezember 1958 war er Vizepräsident des „Council of Government“ und vom 26. Juli 1958 bis zum 10. Oktober gleichen Jahres Präsident des „Council of Government“.
Politische Tätigkeit
Er gilt zudem als bedeutende Figur des Unabhängigkeitskampfes des Niger. 1946 gründete Bakary die linke Demokratische Union Nigers (UDN) und wurde zum Bürgermeister der Hauptstadt Niamey gewählt. Die UDN schloss sich dem Mouvement Socialiste Africain an, welches in Koalition mit dem konservativen Nigrischen Aktionsblock die Wahlen zur Territorialversammlung 1957 gewann, Bakary wurde Regierungschef des bereits autonomen Niger.
Bakarys Partei gab sich zu dieser Zeit den Namen Sawaba, was so viel wie „Freiheit“ oder „Unabhängigkeit“ bedeutet. Als die Sawaba-Regierung ein Referendum über die vollständige sofortige Unabhängigkeit Nigers verlor - 78 Prozent der Wähler stimmten dagegen - trat Bakary 1958 zurück. Neuwahlen brachten den Konservativen Hamani Diori ins Amt, welcher die Sawaba verbieten ließ. Bakary ging nach Mali ins Exil, später nach Ghana, wo er auf die Unterstützung des Präsidenten Kwame Nkrumah zählen konnte.
In Ghana ausgebildete Sawaba-Kämpfer drangen Mitte der 1960er Jahre mit ghanaischen Soldaten nach Niger ein und versuchten Diori zu stürzen, der jedoch mit französischer Waffenhilfe die Eindringlinge besiegen konnte.
14 Jahre später erlaubte die neue Militärregierung unter Seyni Kountché Bakary 1974 die Rückkehr nach Niger, wenn er als Privatmann und nicht als Politiker komme. [1]Bakary akzeptierte, nahm jedoch - einmal im Land - wieder seine politischen Aktivitäten auf. 1975 scheiterte ein Umsturzversuch von Militärs, die mit der Sawaba sympathisierten. Dies nahm die Regierung Kountché zum Anlass, Bakary bis 1980 zu inhaftieren. Im Zuge des Demokratisierungsprozesses unter Ali Saibou 1991 gründete Bakary eine neue Partei, die UFPDP-Sawaba. Bei den Präsidentschaftswahlen 1993 trat er ein letztes Mal an, belegte mit 1,68 % aber nur noch den letzten Platz.
Quellen
Djibo Bakary | Hamani Diori | Mamane Oumarou | Hamid Algabid | Mamane Oumarou | Aliou Mahamidou | Amadou Cheiffou | Mahamadou Issoufou | Souley Abdoulaye | Amadou Cissé | Hama Amadou | Boukary Adji | Amadou Cissé | Ibrahim Hassane Mayaki | Hama Amadou | Seini Oumarou | Albadé Abouba | Ali Badjo Gamatié | Mahamadou Danda
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