- Dschidschal
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Jijel (auch: Djidjelli; arabisch جيجل Dschidschal, DMG Ǧīǧal) ist eine Hafenstadt im Nordosten von Algerien. Sie ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Die Stadt begrenzt den Osten der "kleine Kabylei" und zählt mit 110.000 Einwohnern zu den 20 größten Städten Algeriens.
In der Antike war die Stadt unter dem Namen Igilgili ein karthagisches, später ein römisches Handelszentrum.
In Jijel befinden sich neben der Provinzverwaltung eine Universität, ein Krankenhaus, eine Moschee und eine katholische Kirche.
Während des Guerillakrieges der Islamisten in den 1990er Jahren kam es in Jijel zu vielen Anschlägen. In den letzten Jahren hat sich die Stadt jedoch besonders inländischen Touristen geöffnet, die vermehrt ihren Urlaub dort aufgrund der zahlreichen Strände verbringen und die besonders aus den nah gelegenen Städten wie Bejaia (90 km), Setif (135 km) und Constantine (150 km) kommen.
Jijel ist auch die Geburtsstadt von Louisa Hanoune, der bisher ersten Frau, die an Präsidentschaftswahlen in Algerien teilnahm.
Wirtschaft und Infrastruktur
Bekannt ist Jijel aufgrund seiner Korkproduktion, Lederbearbeitung und Stahlherstellung. Zudem werden Zitrusfrüchte und Getreide angebaut. Fischerei hat ebenfalls aufgrund der Nähe zum Mittelmeer einen hohen Stellenwert. Durch den drittgrößten Hafen des Landes und den nahen Flughafen gibt es einen regen internationalen Export dieser Produkte.
Weblinks
36.8220833333335.7664444444444Koordinaten: 36° 49′ N, 5° 46′ O
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