- Andreas von Broda
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Ondřej z Brodu (auch Andreas de Broda, deutsch Andreas von Broda) († 1427) war ein tschechischer Theologe.
Inhaltsverzeichnis
Leben
1384 legte er die Prüfung als Bachelor, drei Jahre später als Meister der Freien Künste ab. 1388 promoviert er zum Doktor der Theologie. 1407 berief man Broda zum Rektor der Karls-Universität. 1412 bis 1418 war er Domherr auf Vyšehrad und Mitglied des Kapitels Aller Heiligen (Všech svatých) auf der Prager Burg. Er unterstützte das Kuttenberger Dekret und durch seinen Widerstand gegen die Lehre von Jan Hus wurde er 1419 gezwungen, Böhmen zu verlassen. Er ging zuerst nach Deutschland, wo er an der Universität Leipzig weiter lehrte, später nach Norditalien.
Person
Der gebildete Professor der Prager Universität war einer der größten Widersacher von Jan Hus. Auf dem Konstanzer Konzil trat er öffentlich gegen ihn auf und verurteilte dabei jegliche kirchliche Reform.
Werke
Er schrieb eine Reihe von Büchern polemischer Natur sowie Traktate, die sich gegen die Lehre der Hussiten richteten.
Traktate
- Tractatus de origine Hussitarum
- Lectura de communione laicorum sub utraque specie
Siehe auch: Liste der Rektoren der Karls-Universität
Literatur
J. Kadle: Studien und Texte zum Leben und Wirken des Prager Magisters Andreas von Brod. Münster 1982
Personendaten NAME Brodu, Ondřej z ALTERNATIVNAMEN Ondrej z Brodu; Andreas de Broda; Andreas von Broda KURZBESCHREIBUNG tschechischer Theologe STERBEDATUM 1427
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