- Killer Instinct
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Killer Instinct Entwickler Rare Publisher Midway Games Erstveröffent-
lichung1994 Genre Beat 'em up Spielmodi Bis zu 2 Spieler gleichzeitig Steuerung Joystick; 6 Knöpfe Gehäuse Standard Arcade-System CPU: R4600 100Mhz, ADSP2105 10Mhz Monitor Raster, Auflösung 320x240 (Horizontal) Farbpalette: 32768 Information Das erste Automatenspiel mit eingebauter Festplatte; Verwendete vorgerenderte Figuren; Lief auf der Ultra 64 Hardware, die als Werbung für das Nintendo 64 dienen sollte. Killer Instinct ist ein Beat 'em up-Videospiel von Rare. Es wurde 1994 veröffentlicht und benutzte die Ultra 64 Hardware. Ein Jahr darauf kam das Spiel für das SNES auf den Markt.
Entwickelt wurde das Spiel mit Computern von SGI und 3D-Rendersoftware von Alias. Zur damaligen Zeit, galt das Spiel als bahnbrechend in jeglicher Hinsicht. Die Hintergrundszenarien des Spiels waren vorgerenderte Filme, deren Betrachtungswinkel je nach Position der Spielfiguren geändert wurde. Diese Technik erlaubte es, einen realistischen 3D-Effekt mit einem höheren Detailgrad zu erzielen, als damals in Echtzeit berechnet werden konnte. Auch die Spielfiguren sind allesamt gerendert und ihre Animationen "abfotografiert", die Einzelnen Bilder wurden dann zu Pseudo-3D-Animationen zusammen gereiht wie man es z. B. vom Zeichentrick her kennt. Eine Echtzeit-Darstellung der Figuren war technisch ebenfalls nicht möglich.
Die Fortsetzung Killer Instinct 2 erschien 1996 als Arcadefassung und ein Jahr später unter dem Titel Killer Instinct Gold für die Nintendo 64 Spielkonsole. Der erste Teil wurde für das SNES kurioserweise in einem schwarzen Steckmodul ausgeliefert (der Standard für SNES-Spiele ist die Farbe Grau).
Inhaltsverzeichnis
Herausragende Eigenschaften
Killer Instinct wurde vor allem durch sein komplexes Combo-System (dt: Kombinationssystem) bekannt, denn es war das erste Kampfspiel, das solche Serien von Tritten und Schlägen enthielt, in dem Sinne, dass man Combos systematisch starten konnte. Dabei gab es 3 Klassen von Bewegungen: Einführung, Verbindung, Finisher. Mit den Verbindungsbewegungen konnten Schläge aus den Einführungen aneinandergereiht werden, mit dem Finisher konnte die Combo dann effektvoll beendet werden. Mit den sogenannten Ultras konnte man einem Gegner - welcher nur noch über wenig Energie verfügte - zu Tode prügeln. Die Ultras enthielten eine Kombination aus teilweise über 90 Tritten und Schlägen. - Des Weiteren war gegen Ende des Kampfes, wie schon beim Beat'em Up-Urgestein Mortal Kombat, durch das Ausführen eines Fatalities das "Hinrichten" des Gegners möglich. Jeder Charakter verfügte über zwei individuelle Finishing-Moves sowie es universal in manchen Stages möglich war, den Gegner über den Rand eines tiefen Abgrundes zu stoßen. Alternativ konnte man den Gegner aber auch mit einem "Humiliation"-Move (Demütigung) der Lächerlichkeit preisgeben.
Es bestand neben dem Combo-System noch ein weiterer, wesentlicher Unterschied zu anderen Kampfspielen: Sinkt die Lebensenergie eines der Kontrahenten auf 0, wird sie für die sofort beginnende, zweite Runde wieder aufgestockt. Der Gegner darf jedoch mit seiner bisherigen Energie weiterkämpfen. In anderen Spielen beginnen beide Spieler gewöhnlich die zweite Runde mit vollem Gesundheitsbalken.
Geschichte
Ultratech ist ein mächtiger, globaler Konzern, dessen Mitarbeiter eines Tages ein Alien (Glacius) entdecken, das auf die Erde gestürzt ist. Seine Technologie wird gestohlen und ein Turnier namens Killer Instinct organisiert. Ultratech konnte auch eine Technologie entdecken, die Sprünge zwischen den Dimensionen erlaubt, und benutzt diese, um Eyedol, einen uralten und gottähnlichen Kriegsherren, zu befreien.
Charaktere
Das Spiel enthält 10 Figuren:
- Jago: Ein tibetischer Mönch, der dem Geist des Tigers folgt. Er sieht es als seine Bestimmung an, Ultratech zu vernichten.
- T.J. Combo: Kämpfer von Ultratech. Er wurde aus den Boxverbänden ausgeschlossen, weil er über bio-mechanische Arme verfügt. Ihm wurde versprochen, dass er seinen Titel zurück erhält, wenn er das Turnier gewinnt.
- Spinal: Diener von Ultratech. Er ist das Produkt von Zellenregeneration, ein lebendes Skelett.
- Chief Thunder: Indianer-Häuptling, bewaffnet mit einem Tomahawk. Er nimmt am Turnier teil, um seinen vermissten Bruder zu finden.
- Glacius: Ein Außerirdischer, dem Frieden und seine Ruhe versprochen wurden, sollte er das Turnier gewinnen.
- Fulgore: Ein Cyborg, der von Ultratech entwickelt wurde und als Prototyp für zukünftige Roboter dienen soll.
- Cinder: Krimineller, der von Ultratech als Testobjekt für chemische Waffen aus dem Gefängnis geholt wurde. Ein Unfall bei einem Experiment machte ihn zur lebenden Flamme. Cinder nimmt an der Kampfmeisterschaft teil, um sich an Ultratech zu rächen.
- Sabrewulf: Ein Werwolf, dem Heilung versprochen wurde, wenn er bei dem Turnier Glacius tötet.
- Orchid: Eine Spionin, die sich als Sekretärin getarnt bei Ultratech eingeschlichen hat.
- Riptor: Durch Genetik erzeugter Hybrid aus einem Reptil und einem Menschen. Das Turnier soll zum Test seiner Fähigkeiten dienen.
- Eyedol: Zweiköpfiger, uralter und mystischer Kriegsherr, der in einem Gefängnis in einer anderen Dimension gefangen war. Ultratech befreite ihn, um ihn als letzten Gegner im Turnier einzusetzen.
Fassungen für Konsolen
Sowohl Killer Instinct (SNES) als auch Killer Instinct 2/Gold (N64) erschienen nur in visuell und teilweise auch akustisch stark abgespeckten Fassungen. Dies war nötig, da beide Konsolen technisch nicht in der Lage waren, die Spiele in Originalfassung wiederzugeben. Die SNES-Fassung von Killer Instinct sollte ursprünglich für das N64 erscheinen (auf der Arcademaschine wird zu Beginn Werbung dafür gezeigt), dies war jedoch nie der Fall. Folglich musste die SNES-Fassung besonders stark für die Konsole angepasst werden:
SNES-Fassung von KI1
- Sämtliche Grafiken stark in ihrer Qualität herabgesetzt
- Animationen durch entfernen von entbehrlichen Einzelbildern in ihrer Dateigröße verkleinert
- Einige, entbehrliche Animationen und Effekte entfernt
- Keine Videos
- Weniger Sprache und Soundeffekte, ebenfalls qualitätsverringert
- Hintergrundanimation wesentlich simpler, Hintergrundeffekte größtenteils entfernt.
- Zoomen der Kamera entfernt
- Musik für den SNES-Soundchip neu und für den Soundchip der Konsole passend reprogrammiert.
(Einer limited Edition des Moduls lag allerdings eine CD des Original-Soundtracks bei)
N64-Fassung von KI2
- Keine Videos
- Einige, entbehrliche Animationen und Effekte entfernt
- Hintergründe durch nachempfundene Echtzeit-3D-Umgebungen ersetzt
Weblinks
- Killer Instinct in der Killer List of Videogames (englisch)
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