Kopfball (Show)

Kopfball (Show)
Seriendaten
Originaltitel Kopfball
Kopfball.svg
Produktionsland DeutschlandDeutschland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Produktionsjahr(e) seit 1989
Produktions-
unternehmen
WDR
Länge 30 Minuten
Genre Informationssendung
Moderation
Erstausstrahlung 24. September 1989 auf Das Erste

Kopfball ist ein wöchentliches Wissensformat, das von der Wissenschaftsredaktion des WDR-Fernsehens in Zusammenarbeit mit der Kölner Produktionsfirma VisualBridges produziert wird. In der Sendung beantworten sechs Moderatoren (Klas Bömecke, Dr. Ulrike Brandt-Bohne, Isabel Hecker, Adrian Pflug, Steffi Terhörst und Burkhardt Weiß) Fragen, die Zuschauer auf der Kopfball-Homepage stellen oder per Post, Fax, E-Mail oder als Video einsenden. Die Fragen kommen aus allen Bereichen von Wissenschaft, Technik und Natur.

Die Sendung läuft im Ersten (ARD) und wird staffelweise im WDR-Fernsehen und ARD-Digital-Kanal EinsPlus wiederholt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Kopfball gibt es seit dem 24. September 1989. Damals konnten Zuschauer live in der Sendung anrufen und die von der Redaktion erdachten, anspruchsvollen Fragen der beiden Moderatorenpaare Evi Seibert (1990–2003) und Helge Haas (1990–2006) sowie Ines Jacob (1990–2003) und Ranga Yogeshwar (1990–1999) beantworten. Später übernahm Karsten Schwanke (1999–2003) den Platz von Ranga Yogeshwar. Zu gewinnen gab es den „Kopfball“ – eine Plasmakugel. In der Anfangszeit haben auch Martina Eßer (1989–1990), Sven Kuntze (1989–1990) und Cherno Jobatey (1989–1990) die Sendung moderiert.

Zum 5. Oktober 2003 wurde das Kopfball-Konzept verändert: Zwei Kandidatenpaare beantworteten die Fragen, die Moderator Helge Haas stellte. Die damalige Titelmusik war ein Auszug aus dem BallettRomeo und Julia“ von Sergei Prokofjew.

Aktuell erscheint Kopfball seit dem 9. April 2006 in einem deutlich verjüngten Format.

Grundidee

Seit der Neukonzeption im April 2006 sind die eingesandten Fragen der Zuschauer die alleinige Grundlage der Sendung. Das heißt, nicht mehr die Zuschauer sind als Quizkandidaten gefordert, Antworten auf gängige Alltagsphänomene zu finden. Stattdessen klären nunmehr die sechs Kopfball-Reporter Klas Bömecke, Dr. Ulrike Brandt-Bohne, Isabel Hecker, Adrian Pflug, Burkhardt Weiß und Steffi Terhörst die Anfragen der Zuschauer. Kopfball ist also keine Quizsendung mit Gewinnmöglichkeit mehr, sondern erfüllt Dienstleistungen für die Zuschauer, indem deren wissenschaftliche Fragen recherchiert und auf die unterschiedlichste Weise beantwortet werden. Von der Straßenumfrage, über das Studioexperiment bis zum vorproduzierten Einspieler und der Expertenbefragung reicht das Spektrum der Sendung. Aus Gründen der Transparenz und der Nachvollziehbarkeit des Lösungsansatzes treten die Moderatoren dabei selbst oft als „unwissend“ auf. Sie erfüllen eine Stellvertreterfunktion für den Zuschauer: Sie stellen deren Fragen an einen Experten. Dieser leitet dann das Experiment und erklärt dessen Verlauf dem Moderator.

Wissenswertes zur Sendung

  • Der Name Kopfball ist ein Wortspiel, das an den Kopfball im Sport erinnert und gleichzeitig auf die Benutzung des Kopfes hindeutet.
  • Die Internetseite von Kopfball bietet ein großes Archiv von Experimenten und Filmen. Seit Oktober 2003 kann man die Filme der Sendung jederzeit als Stream im Internet sehen. Die jeweils 52 aktuellen Sendungen können seit April 2006 auch als Podcast heruntergeladen werden.
  • Im April 2006 hielt bei Kopfball mit dem neuen Konzept auch eine neue Farbenlehre Einzug. Das seriöse getragene Grün-Blau der Sendung wurde durch die beiden Grundfarben Rot und Weiß ersetzt, die nach Auffassung des WDR Bezüge zu Absperrbändern an Baustellen und Warnsignalen herstellen und den Aktionscharakter der Sendung unterstreichen sollen.
  • Seit der Neuausrichtung wird der Studioanteil von Kopfball nach kurzen Intermezzi in der Technikzentrale des WDR-Studiogeländes in Bocklemünd und in einer gut 200 m² großen alten Elektrowerkstatt auf dem Gelände des Kraftwerk Goldenberg in Hürth-Knapsack nun in einem alten Gebäude in Köln-Porz produziert.
  • Für die Besetzung der Rollen der sechs Kopfball-Reporter führte der WDR ein Casting mit knapp 100 Bewerbern durch. Obwohl die Redaktion nach eigenem Bekunden dabei bewusst Neulingen eine Chance geben wollte, setzten sich neben den Fernseh-Newcomern Dr. Ulrike Brandt-Bohne, Isabel Hecker und Steffi Terhörst zwei Kandidaten durch, die Fernseherfahrung vorzuweisen hatten. Klas Bömecke war vor seiner Zeit bei Kopfball u.a. als Außenreporter für Galileo aktiv. Und Burkhardt Weiß ist zumindest dem Kölner Publikum als Moderator („Konsolero“) des anarchischen Jugendmagazins Konsole auf dem Kölner Lokalsender center.tv bekannt.
  • Die Titelmusik hat Uli Beck für Kopfball komponiert.

Spin-offs und Schwestersendungen

Der WDR scheint Kopfball zusehends als Marke zu betrachten. Denn zusätzlich zum sonntäglichen Kopfball wurde im Sommer 2007 unter dem Titel Kopfball extrem ein 45-minütiges Spin-off installiert. Es handelt sich dabei um eine Art Making-of der aufwendigsten Experimente des wöchentlichen Formates. Kann man hinter einem Kreuzfahrtschiff Wasserski fahren?, Allein in der Wüste, Unterwegs mit Crash-Test-Dummys und Hart am Wind hießen die Themen, die im Sommer 2007 dem Zuschauer einen Blick hinter die Kulissen der Kopfball-Produktion boten. Moderiert wurden die Sendungen von Kopfball-Reporter Klas Bömecke. Unterstützt wurde er dabei von Dirk Gion, der bei allen Stunts von Kopfball hinter den Kulissen die Fäden zieht. Seit 2008 heißen diese Folgen Experimente am Limit.

Seit Juli 2009 werden Kopfball-Beiträge mit schulrelevanten Inhalten auch für das Schulfernsehen genutzt. Unter dem Titel "Kopfball bei Planet Schule" sind bislang drei Folgen zu je einer Stunde mit insgesamt 20 Themen aus Physik, Chemie und Geschichte ausgestrahlt worden.[1]

Zehn bis 15 Mal im Jahr besteht darüber hinaus auch noch die Chance, Kopfball live zu erleben. Unter dem Titel „Kopfball auf Tour – Die Experimente-Show“ treten jeweils zwei der sechs Moderatoren über das Jahr verteilt bei Events wie der Langen Nacht der Wissenschaften oder anderen Kultur-Veranstaltungen mit einem wissenschaftlichen Live-Programm auf.

Redaktionell bestehen bei Kopfball offensichtlich enge Verflechtungen mit den Schwestermagazinen Quarks & Co, W wie Wissen und nano, was sich manchmal in gemeinsamen Beiträgen, Gastmoderationen oder dem verkürzten Recycling der Kopfball-Beiträge in den anderen Sendungen zeigt.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Kopfball bei Planet-Schule

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